OVT: Herr Riesslegger, was passiert am Pfingstsonntag genau?
Manfred Riesslegger: Am Abend schnalle ich mir meine Steirische um und spiele für mein Publikum einmal zur Begrüßung auf. Danach unterhalten dann „Die jungen Lavanttaler“. Für die Mitternachts- und Showeinlage sorgen die „Mörtschacher Holzhackerbuam“ auf dem Tanzboden. Und: Da ich alles selbst im Vorfeld organisiert habe, hoffe ich nun sehr, das alles klappt.
Wie blicken sie auf 30 Jahre als „Nationalpark Urvieh“ zurück?
Sachen sind genug passiert. Begonnen hat es 1993 bei verschiedenen Harmonika-Treffen von Rangersdorf angefangen über das Hartl-Haus in Lavamünd bis zur Raststation „Oldtimer“ auf der Pack oder rüber nach Osttirol. So richtig durchgestartet bin ich dann mit der „Hundspolka“. An so manchen Platzln würde ich gerne noch einmal spielen.
Mit der „Hundspolka“ waren Sie bei „Got Talent España“. Wie kam es denn zu diesem Auftritt?
Das mit dem spanischen „Supertalent“ kam für mich völlig überraschend. Ich bekam einen Anruf aus Köln, wo sich die Zentrale fürs deutsche „Supertalent“ befindet, und wurde wegen Spanien angesprochen. Schlussendlich wurden die Flüge und die Übernachtung übernommen – und es konnte losgehen. Zum Sightseeing kam ich nur rund ums Hotel, sonst war ich die ganze Zeit über im Studio. Die Hitzewelle mit 40 Grad Celsius habe ich sogar nach Österreich importiert, als ich wieder nachhause kam, ging es damit bei uns so richtig los.
Wie war es nun auf der Bühne in Madrid?
Irgendwie habe ich mich mit gebrochenem Englisch und internationaler Zeichensprache verständigen können. Das Meiste hab‘ ich dennoch nicht verstanden. Die Juroren wollten anscheinend immer, dass ich von der Bühne ins Publikum gehe. Der Moderator hat mich plötzlich am Arm gezogen. Ich dachte „Was will er?“ Und schließlich sprang auch noch der begeisterte Juror herauf und riss an meiner Hose. Fast wäre ich in der Unterhose dagestanden, da wollte ich nur noch flüchten. Eines habe ich aber daraus gelernt: Man sollte Fremdsprachen lernen, denn man weiß nie, wofür man sie braucht! Aber immerhin, das Publikum war voll auf meiner Seite.
Das Fernsehen wirft ja nun wieder seine Schatten voraus!
Ja, 2019 war ich bei „ASDVS – Austria sucht den Volksmusik Star“ mit der Jodel-Königin Margret Almer dabei. Genau für diese Sendung stehe ich am 10. Juni wieder vor der Kamera – nämlich beim Almauftrieb in Rangersdorf. Wann das gezeigt wird, weiß ich noch nicht.
Worum wird es darin gehen?
Sie zeigen die schönen Platzln der Gemeinde Rangersdorf, und ich untermale die Szene mit meiner Musik. Es wir Interviews mit mir und anderen geben. Die Drehorte sind bei der „Kuhalm“, beim „Marterle“ und im Hotel Margarethenbad in Bad Lainach. Es werden auch kulinarische Köstlichkeiten von der „Kuhalm“ und dem „Hatzhof“ vorgestellt.
Kennt das Nationalpark Urvieh eigentlich auch das Lampenfieber?
Etwas nervös ist gut, doch sobald ich auf der Bühne bin, gibt es nur noch eins: nämlich Vollgas.
Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?
Do fehlt da nix. Im „Oberkärntner Volltreffer“ ist man über die beiden Oberkärntner Bezirke immer bestens informiert.
Bild: Das Nationalpark Urvieh ist bei seinen Auftritten mit voller Inbrunst dabei.
Kurz gefragt:
Sternzeichen: Skorpion
Ich lese gerne: Wintersport-News am Handy
Ich bin...: privat besonnen und auf der Bühne nicht wiederzuerkennen
Lieblingblume: Geranie
Kleines Laster: A guat´s Essen und a Bier dazu