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26. Februar 2026

Richard Zeiner

Richard Zeiner (73) ist als Musikant vielseitig aktiv. Er wurde 1965 Mitglied der Trachtenkapelle Mörtschach, ist seit 2005 Ehrenmitglied und war 18 Jahre auch Kapellmeister. Zudem war der Musikus mit mehreren Tanzmusik-Gruppen unterwegs, z. B. dem „Mölltal Quintett“. Seit 2014 ist er Tubist bei den „Mödris Musikanten“, seit Herbst 2025 gibt‘s auch eine CD. Seine Musiker-Laufbahn begann mit acht Jahren, als er bei einer Goldenen Hochzeit die kleine Trommel schlug, danach kamen die Steirische Harmonika, Harfe, Zither, Helikontuba und Bariton, und er entdeckte auch das Komponieren. Richard Zeiner lebt mit Gattin Inge in Mörtschach, sie haben zwei Söhne und drei Enkel.

Richard Zeiner – er ist Musikant mit Leib und Seele. Foto: privat

OVT: Herr Zeiner, was ist für Sie das Schöne an der Musik? Sie können ja auf eine lange und erfolgreiche Musiker-Laufbahn blicken!

Richard Zeiner: Vor allem mache ich nur aus Spaß Musik und auch solche, die zugleich Niveau hat. So unterhalte ich seit jeher gerne mein Publikum.

Aktuell widmen Sie Ihre Zeit den „Mödris Musikanten“ – wie kam‘s dazu?

Es war 2014, als wir ein paar Musikanten zusammentrommeln mussten, um eine Hochzeit musikalisch zu gestalten – das wurde für die Gruppe der Startschuss. Was ursprünglich als spontane Idee begann, entwickelte sich rasch zu etwas Größerem. Denn schon nach diesem ersten Auftritt war klar: Das gemeinsame Musizieren macht uns so viel Freude, dass wir einfach weitermachen mussten. Unser Repertoire umfasst heute nicht nur einige Eigenkompositionen, sondern auch zahlreiche Stücke verschiedenster Komponisten aus dem gesamten Alpenraum.

Was können Sie uns über die „Mödris Musikanten“ erzählen? Sie spielen ja die Tuba! Welche Instrumente verwendet die Gruppe sonst und welche Ziele haben Sie?

Der Name „Mödris“ setzt sich aus den Herkunftstälern von uns Musikanten zusammen: „Mö“ steht für das Mölltal, „Dr“ für das Drautal und „Is“ für das Iseltal. Ich spiele die Tuba, wir haben zwei Flügelhörner, einen Klarinettisten, der auch Saxophon spielt, einen Posaunisten, einen Harmonikaspieler und eine Harfenistin. Fast alle Werke werden von unserem musikalischen Leiter und Flügelhornisten Robert Holzer für unsere Besetzung eigens bearbeitet und arrangiert – mit tatkräftiger Unterstützung von unserem „Holzmichl“ Michael Mattersberger. Wir legen großen Wert auf die musikalische Herausforderung und dass eben jedes Stück beim Spielen richtig Freude bereitet. Darüber hinaus sind wir sieben Freunde, die sich gut verstehen und die Kameradschaft pflegen – all das wollen wir mit unserer Musik weitergeben.

„Live“ ist die Domäne der Gruppe! Kann‘s ein Vorteil sein im Digitalzeitalter, wo es sich durch Internet & Co. in der Musikbranche ja sehr verändert hat?

Ich bin überzeugt, dass es so ist. Gerade für die „Musikversteher“ im Publikum hat das Live-Spielen sicher eine große Zukunft. Spontan fiele mir dazu auch gleich ein Slogan ein: „Live, ehrlich und echt“. Ich fürchte aber dennoch, dass die elektronische Musik die authentische teilweise ablösen wird.

Auf welche Mödris-Highlights blicken Sie bereits zurück?

Im Grunde ist jeder Auftritt ein Highlight, aber für mich als Mölltaler der Gruppe bleiben auch heimische Spielereien, wie etwa bei einem Benefizkonzert in Fragrant, fein in Erinnerung. Trotzdem sind unsere Auftritte bei uns in Oberkärnten noch „ausbaufähig“, denn eine Formation wie unsere ist selten. Gerne denke ich auch an Hamburg im Jahr 1984 zurück, wo wir mit dem „Mölltal Quintett“ zehn Tage am Stück spielten. Einen Nachmittag lang spielten wir damals u. a. in einem Behinderten-Heim und der ist mir bis heute unvergesslich. Wir erlebten dort das ehrlichste und dankbarste Publikum – es war traumhaft.

Apropos „Highlight“: Im Deutschen wird es ja mit „Höhepunkt“ übersetzt – da hätten Sie noch etwas anderes anzubieten!

Das stimmt. In den 1970er-Jahren stellte ich nämlich mit zwei Kollegen das Mörtschacher Musikantenkreuz am Leitenkopf auf. Am Tag der Montierung setzte schon die Abenddämmerung ein und wir wussten, dass wir noch eine Stunde Gehzeit zu meiner Jagdhütte und unseren Autos hatten. Schließlich ging aber alles gut aus.

Welchen Wunsch haben Sie privat noch?

Gesundheit, Zufriedenheit und weiterhin Spaß an der Musik zu haben. Und vielleicht könnten wir ja mit den „Mödris Musikanten“ – sofern meine Kollegen Zeit hätten – einmal einen Frühschoppen auf den Malediven spielen. Ehrlich gesagt ist das aber mehr der Wunsch meiner Gattin Inge!

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gerne final gefragt?

Schmunzelnd gesagt: „Es gibt nix Besseres!“

Kurz gefragt:
Richard Zeiner
(Mörtschach)
Musikant und Gerbermeister i. R.
Sternzeichen: Krebs
Ich schaue gern (TV, Film): Dokus, Musiksendungen … auf Servus TV
Leibgericht: Schlipfkrapfen
Lieblingstier: Hirsch
Lebensmotto: Einfach immer geradeaus.