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01. Juni 2026

Ihre Leidenschaft ist der Stocksport

Die Sektion Stocksport der ASKÖ Sportgemeinschaft Spittal mit Schriftführerin Sabine Brunner (59) und Sektionsleiter Kurt Zlattinger (65) ruft am 13. Juni zum internationalen allgemeinen Stocksportturnier. Mit 1.457 Vereinen und 98.995 aktiven Mitgliedern ist der Bund Österreichischer Eis- und Stocksportler (BÖE) übrigens der sechste größte Sportfachverband. Hauptberuflich ist Sabine Brunner bei der Stadtgemeinde Spittal beschäftigt, ihr Ehemann ist bereits in Pension. Sie sind seit 2022 verheiratet und leben in der „Lieserstadt“. 

OVT: Frau Brunner, was ist das Schöne am Stocksport?

Sabine Brunner: Am Stocksport fasziniert mich vor allem die Kombination aus Präzision, Taktik und Teamgeist. Man braucht Konzentration, Gefühl und natürlich auch Training, aber gleichzeitig steht die Gemeinschaft sehr im Mittelpunkt. Besonders schön ist, dass Menschen jeden Alters gemeinsam spielen können. Außerdem ist es ein Sport, den man sowohl im Sommer als auch im Winter ausüben kann – das macht ihn sehr abwechslungsreich.

OVT: Herr Zlattinger, was können Sie uns nun übers internationale Stockturnier verraten? Wie läuft es ab?

Kurt Zlattinger: Das Turnier wird mit insgesamt 26 Mannschaften gespielt, die in zwei Gruppen zu je 13 Teams eingeteilt sind. Innerhalb der Gruppen tritt jede Mannschaft gegen jede andere an, sodass zahlreiche spannende Begegnungen garantiert sind. Nach Beendigung des Turniers werden die Stocksportler auf unserer Trainingsbahn bzw. Kantine mit Speis und Trank bewirtet. Anschließend erfolgen die Siegerehrung und eine Verlosung mit schönen Preisen. Bei der Gelegenheit ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die mit ihrem Einsatz dieses Stocksportturnier erst möglich machen. Ohne ihre Unterstützung und ihren Teamgeist wäre so eine Veranstaltung nicht durchführbar. 

Frau Brunner, Sie sind Schriftführerin und Ihr Mann Sektionsleiter – ist‘s die perfekte Kombination?

Ja, eigentlich schon. Wir ergänzen uns sehr gut, weil jeder seine Aufgaben hat und wir beide mit viel Freude und Engagement dabei sind. Natürlich sprechen wir auch zuhause oft über den Verein und den Stocksport, aber das gehört einfach dazu. Wichtig ist, dass man sich gegenseitig unterstützt – dann funktioniert diese Kombination wirklich gut.

Herr Zlattinger, welche Voraussetzungen sollte man als Stocksportler mitbringen? Fitness, Nervenstärke … 

Eine gewisse Grundfitness ist sicher von Vorteil, aber man muss kein Hochleistungssportler sein. Viel wichtiger sind Konzentration, Gefühl und Nervenstärke – besonders in entscheidenden Situationen. Außerdem braucht man Geduld und Teamgeist, denn Stocksport ist oft auch ein sehr taktischer Sport. Und natürlich sollte man Freude daran haben, gemeinsam etwas zu erreichen.

Frau Brunner, wie viel Zeit nimmt der Stocksport bei Ihnen letztlich in Anspruch? Sind Sie Sommer wie Winter gleich gern auf der Bahn?

Der Stocksport nimmt tatsächlich einen großen Teil meiner Freizeit ein. Neben Training und Turnieren kommen ja auch Fahrten, organisatorische Aufgaben und natürlich das Vereinsleben dazu. Da summiert sich über das Jahr hinweg schon einiges an Zeit. Aber genau das macht den Sport auch so besonders – man ist Teil einer Gemeinschaft und erlebt gemeinsam sehr viel. Für mich ist Stocksport auch ein wichtiger Ausgleich zum Alltag. Und ja, ich bin sowohl im Sommer als auch im Winter gerne auf der Bahn, denn beide Jahreszeiten haben ihren eigenen Reiz. Gerade diese Abwechslung gefällt mir sehr.

Herr Zlattinger, wie schaut‘s denn um den Nachwuchs aus? Vereine vieler Art „klagen“ ja gern ein wenig!

Natürlich spüren auch wir, dass die Nachwuchsarbeit heute eine große Herausforderung ist. Viele Vereine kämpfen darum, junge Menschen langfristig für den Sport zu begeistern – da sind wir keine Ausnahme. Aber ich glaube, der Stocksport hat nach wie vor enormes Potenzial. Gerade durch Veranstaltungen wie dieses internationale Turnier können Kinder und Jugendliche sehen, wie spannend, dynamisch und kameradschaftlich dieser Sport ist. Das motiviert viele, selbst einmal hineinzuschnuppern. Wir setzen deshalb stark auf Nachwuchsarbeit in den Vereinen, auf Schulprojekte und auf ein gutes Miteinander zwischen erfahrenen Spielern und jungen Talenten. Wichtig ist, dass der Spaß im Vordergrund steht und die Jugendlichen früh Teil der Gemeinschaft werden. Und ich muss sagen: Es gibt durchaus positive Entwicklungen. Wir haben engagierte junge Spielerinnen und Spieler, die mit viel Begeisterung dabei sind.

Frau Brunner, hauptberuflich halten Sie die Straßen der Stadt Spittal sauber. Ist´‘s zugleich auch bestes Training draußen für den Stocksport? 

Da ist sicher etwas Wahres dran. Ich bin durch die Arbeit viel an der frischen Luft und ständig in Bewegung – das hilft natürlich auch für die Fitness. Aber Stocksport ist trotzdem etwas ganz anderes, weil dort Konzentration, Technik und Präzision gefragt sind. Trotzdem merkt man schon, dass man körperlich belastbar bleibt.

Herr Zlattinger, was bedeutet der Stocksport für Sie in der Pension?

In der Pension habe ich endlich mehr Zeit für den Stocksport. Für mich ist das die perfekte Kombination aus Bewegung, Gemeinschaft und Ausgleich. Man bleibt aktiv, trifft Freunde und hat gleichzeitig ein sportliches Ziel vor Augen. Gerade im Ruhestand ist es wichtig, körperlich und geistig fit zu bleiben – und der Stocksport verbindet beides.

Frau Brunner, welchen Wunsch hätten Sie andererseits privat noch? Eine Weltreise ... 

Eine Weltreise wäre tatsächlich einmal ein großer Traum. Einfach verschiedene Länder und Kulturen kennenlernen, sich Zeit nehmen und Eindrücke sammeln, die im Alltag oft zu kurz kommen. Besonders reizen mich Orte, die man sonst nur aus Dokumentationen oder Bildern kennt. Aber grundsätzlich wünsche ich mir privat vor allem Gesundheit, Zeit mit Familie und Freunden und die Möglichkeit, weiterhin Dinge zu machen, die Freude bereiten. Denn oft sind es genau diese einfachen Momente, die am meisten zählen.

Herr Zlattinger, wie gefällt Ihnen der OVT noch gern final gefragt?

Der „Oberkärntner Volltreffer“ ist eine großartige Initiative, weil damit die Menschen und Vereine aus der Region vor den Vorhang geholt werden. Gerade im Stocksport, der oft nicht so im Mittelpunkt steht, freut man sich über jede Möglichkeit, den Sport bekannter zu machen. 

 

Kurz gefragt:

Sabine Brunner
Spittal

Gemeinde-Mitarbeiterin

Sternzeichen: Widder
Ich höre gern: Schlager
Lieblingsgetränk: Kärntner Wasser
Lieblingsblume: Ringelblume
Glücksbringer: Bernsteinelefant

Kurz gefragt:

Kurt Zlattinger 

Spittal
Pensionist

Sternzeichen: Widder
Ich schaue gerne (TV, Film):
Western, Krimi
Lieblingsessen:
Spaghetti in allen Variationen
Lieblingstier: Katze
Lebensmotto: „Carpe Diem – Nutze den Tag.“