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17. Juli 2026

Sie hat einfach Freude am Tun!

Margaretha Lexer (40) ist auf vielen „Feldern“ daheim! Ob als Bio-Bäuerin am heimatlichen Musikhof Lexer, vlg. Müllner, den sie gemeinsam mit ihrem Mann Erich 2016 übernahm, sie ist Obfrau des Vereins der Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern Kärntens (Biowiesenmilch/Kärntnermilch), Aufsichtsratsmitglied der Kärntnermilch, Schriftführerin der Wassergenossenschaft Liesing und der AG Liesinger Ochsenalpe, Mitgliedervertreterin bei der KLV und Schriftführerin beim Lesachtaler Bauernbund. Gerade heuer im Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ist sie ein Paradebeispiel für weibliches Engagement. Im Feld der Musik ist sie weithin bekannt als Musiklehrerin, Chorleiterin und Organistin. Das Paar hat zwei Kinder, Stephan und Alexander. 

OVT: Frau Lexer, Apropos „Paradebeispiel“: Wie bringen Sie all Ihre Tätigkeiten und Familie in Einklang? Braucht es da ein gutes Zeitmanagement? 

Margaretha Lexer: Zeitmanagement ist das eine, ein intakter/aktiver Familienkonstrukt das andere. Mein Mann, unsere Kinder, meine Eltern leisten Großartiges und helfen, wo es nur geht. Nur so ist es für mich möglich, all diese Tätigkeiten, die ich gerne mache, auszuüben und unter einen Hut zu bringen. Alle meine Lieben haben ja noch eigene Interessen und Tätigkeiten, denen sie auch nachgehen wollen.

Basis Ihres Tuns ist und bleibt dabei der heimatliche Hof!

Bäuerin zu werden und den elterlichen Hof zu übernehmen, war seit Kindertagen mein Traum. Was will ich mehr? Schon mit meiner schulischen Ausbildung einst an der HBLA Pitzelstätten bekam ich zusätzlich zur Begeisterung gegenüber der Landwirtschaft das nötige theoretische Wissen. Zehn Jahre war ich mit meinem Papa auf der Alm. Wir haben gemeinsam auf rund 80 Stück Vieh der Gemeinschaftsalm geschaut, die Alm nebenbei gepflegt, die Tiere versorgt und betreut. Parallel dazu arbeitete ich Zehn Jahre für den Landeskontrollverband Kärnten. Ich war integriert in bäuerliche Betriebe von Maria Luggau bis aushilfsweise nach Hermagor bis ins Gitschtal hinein. Diese Arbeiten waren sehr bereichernd für mich und mein praktisches Tun und Denken.

Welches Aufgabengebiet decken Sie wiederum als Obfrau vom Verein der Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern Kärntens ab? 

Unsere Kärntnermilch verarbeitet nicht nur konventionell produzierte Milch, sondern führt auch mit der Wiesenmilch eine eigene Biomilchsorte in der weißen und gelben Produktpalette. Mir ist wichtig, dass diese Schiene auch weiterhin als ein Produktionszweig unserer Molkerei geführt wird und sich für Produzenten und milchverarbeitenden Betrieb rechnet. Wir haben rund 148 Mitglieder (Stand 2025) und diese werden zumindest einmal im Jahr in die Molkerei zur Generalversammlung geladen. Des Weiteren soll der Informationsaustausch stetig funktionieren und unsere Bauern, ob Bio oder konventionell in ihrem Tun bestärkt und motiviert werden. Ich habe diese Funktion erst übernommen und sehe mich im Moment als Bindeglied zwischen Molkerei und Biobäuerinnen sowie Biobauern. Die Zusammenarbeit mit Geschäftsführer und Obmann ist bereichernd, und beide Herren sind um uns Milchlieferanten und die Verarbeitung sowie den Absatz unseres qualitativ hochwertigen Rohproduktes bemüht.

Wie setzen Sie letztlich die Schwerpunkte „daheim und auswärts“?

Schwerpunkte sind für mich bei jeder Tätigkeit gesetzt. „Wenn ich was tue, mache ich es ordentlich und genau, ansonsten, gar nicht!“

Die Musik spielt wiederum ebenfalls eine große Rolle bei Ihnen, begleitet Sie bereits ein Leben lang. 

Das stimmt. Bereits im Volksschulalter erlernte ich in der MS Lesachtal das Spielen am Klavier, in der Hauptschulzeit folgte die Klarinette, danach Orgel-Unterricht und schließlich auch das IGP-Studium am Kärntner Landeskonservatorium in Klagenfurt. Ich absolvierte in den Fächern Chorleitung, Klarinette und Orgel die Lehrbefähigungsprüfungen mit ausgezeichneten Erfolgen. 

Zudem zählten Sie einst auch zu den jüngsten Chorleiterinnen sowohl Kärntens wie auch Österreichs!

Ich übte dieses Amt beim Kinder- und Jugendchor Liesing zehn Jahre aus und beim Kirchenchor Liesing nach wie vor. Des Öfteren werde ich bis heute auch als Stimmbildnerin und für die Probenarbeit mit anderen Chören engagiert. Die Kirchenmusik, der Gesang, die Kirchenräume sind es, die mich musikalisch erfüllen und Ausgleich sowie Ruhe bieten. So sind wir stetig bemüht, diese christlichen Traditionen aufrecht zu halten und auch junge Musiker und Sänger dafür zu begeistern.

Andernfalls: Welchen Wunsch hätten Sie privat noch? 

Meine Wünsche sind eigentlich alle in Erfüllung gegangen. Mit meinem Mann hab‘ ich wohl den Glücksgriff „ever“ gemacht. Die Kinder sind gesund und brav und entwickeln sich zu bodenständigen und fähigen Menschen. Meine Eltern und wir sind gesund, das ist vielleicht ein Wunsch – gesund zu bleiben.

Ein Reisewunsch ist mir heuer zu meinem runden Geburtstag von meiner Familie erfüllt worden. Erich und ich werden im Herbst nach Rom reisen und zum ersten Mal diese besondere Stadt und ihre Geschichte kennenlernen. Vielleicht haben wir die Ehre, unseren Papst in irgendeiner Form zu erleben.

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gerne noch abschließend gefragt? 

Der „OVT“ wird bei uns im Haus gerne gelesen. Mir persönlich gefällt er auch sehr gut. Da ich immer wieder Berichte etc. zu veröffentlichen habe, freue ich mich jedes Mal über die Bereitschaft Ihrer Mitarbeiter, meine Zeilen und die dazugehörigen Bilder im Volltreffer zu präsentieren.

 

Kurz gefragt:

Margaretha Lexer 
(Liesing/Lesachtal)
Bio-Bäuerin und Musik-Allrounderin

Sternzeichen: Zwilling

Ich schaue gerne (TV, Film): was das Programm hergibt, wenn ich Zeit habe …

Leibgericht: Kaiserschmarrn

Lieblingsfarbe: rot

Was mögen Sie nicht: oberflächlich denkende und unzuverlässige Menschen; halbe Sachen machen