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06. Juli 2026

Die Kärntner Tennisjugend liegt ihm am Herzen!

Jürgen Legerer (57) ist seit drei Jahren Jugendreferent beim Kärntner Tennisverband und war davor als Kids Coach aktiv. Als Turnierorganisator stand er hinter den Kids-Landesmeisterschaften der U8/U9/U10 im Juni in Hermagor. Seine Basis ist seit 20 Jahren der Tennisclub Lienz, wo er als Trainer und Jugendwart Turniere organisiert. Auch Österreichs Tennis-Hoffnung Lilli Tagger war eine seiner Schülerinnen. Seit dem 14. Lebensjahr ist Legerer dem „weißen Sport“ treu. Er lebt mit Gattin Gudrun – eine gebürtige Oberdrauburgerin – in Dölsach. Das Paar hat zwei Tennis begeisterte Söhne: Fabian (29) lebt in Bodensdorf, ist ebenfalls beim Kärntner Tennisverband als Jugendcoach aktiv und spielt Fußball bei den „Carinthian Lions“ in Klagenfurt. Daniel (27) arbeitet im Tennisclub-Vorstand mit.

OVT: Hr. Legerer, welchen Aufgabenbereich decken Sie als Jugendreferent beim Kärntner Tennisverband ab?

Jürgen Legerer: In erster Linie geht‘s um die „intensiven“ Gespräche mit den Eltern, die natürlich Sorgen und Ängste haben, da ja das eigene Kind immer das Wichtigste ist! Die Kinder profitieren dann letzten Endes aber in der Gruppe, und das Training läuft umso besser. Ein großes Plus ist auch, dass unser Vize-Präsident Martin Thaler als einstiger Topspieler und österreichischer Meister voll dahintersteht. Und unsere Verbandspräsidentin Elke Romauch lässt uns gut arbeiten, weil sie weiß, dass wir alles im Griff haben.

Von der Leistungsebene des Oberkärntner Tennis konnten Sie sich kürzlich im Gailtal ein gutes Bild machen!

Ja. Bei den „Kids“-Landesmeisterschaften U8/U9/U10 in Presseggen/Hermagor gab‘s Anfang Juni die perfekte Möglichkeit dazu. Dort konnte man auch den Aufschwung beim SC Vellach – Presseggersee erkennen. Bei den U8 Mädchen und Burschen erreichten vier Teams das Podest. Die großen Siegerinnen waren Lea Tscheließnig und Perrine Rachai. Aber auch Sebastian Steinwender, er ist acht und kommt aus Presseggen, schaffte den Einzug ins U9- und U10-Finale mit seinen Mannschaftskollegen aus Lienz. Alle haben sich damit für die großen Finalspiele am 20. und 21. August auf denselben Courts qualifiziert. Bezüglich des Oberkärntner Tennis: Auch Eva Granig aus Seeboden ist sehr engagiert und organisiert dort viele Veranstaltungen. Sie spielte einst auch selbst erfolgreich Tennis. Außerdem hat sie den gleichen „Vogel“ wie mein Sohn Fabian und ich für Tennis – das ist optimal!   

Wie schaut‘s denn um weitere Kärntner Tennistalente aus?

Auch mit Emilia Kronhofer aus Hermagor und Katharina Ertl aus Seeboden sind zwei Mädchen im Gailtal toll in der U12 unterwegs gewesen. Und kärntenweit ist bei der U12 aktuell Tobias Thaler top – er ist übrigens der Sohn unseres Vize-Präsidenten. 

Wie läuft‘s bei Kinder- und Jugendturnieren mit deren „heiß-geliebten“ Handys?

Bei Turnieren, die ich betreue, gibt es untertags kein Handy, damit sie sich besser aufs Tennis konzentrieren können. Man sieht auch wie es funktioniert, denn plötzlich ergeben sich spontane Partien der Kinder. Es würde ohne Handy schon gehen, wenn die Eltern ihren Kindern mehr Selbstständigkeit zutrauen würden.

Seit Jahrzehnten setzen Sie auch auf „Oberkärnten“, denn Ihre Gattin ist ja Drautalerin! 

Ihr gilt ein besonderer Dank, denn sie gibt mir den Rückhalt für meine Trainer- und Sportleidenschaft – und hat so einiges mitbekommen, wie der Tennisalltag in Österreich so vorgeht. Meine Gattin sagt mir aber dennoch auch gerne, dass ich vielleicht ein bissl „diplomatischer“ sein könnte. 

Warum fasziniert Sie Tennis persönlich so sehr?

Ich habe davor einige Sommer- und Wintersportarten durchprobiert. Grundstein für die Tennisleidenschaft war dann aber Boris Becker. Wegen ihm begann ich in Dölsach mit Freunden Tennis zu spielen. Schon mit 20 Jahren machte ich meine erste Tennislehrer-Prüfung, weil ich von Anfang an spürte, dass Trainer-Sein einfach meins ist. 

Beim Pistolenschießen zählten Sie über Jahre auch zu Österreichs Spitze!

Ich bin mit zwölf schon in unseren Keller gegangen, habe unten stundenlang allein geschossen. Bis zu meinem 19. Lebensjahr war ich im österreichischen Nationalteam, und später war ich ebenfalls beim Darts über viele Jahre ungeschlagen.    

Welchen Wunsch haben Sie privat noch? 

Wir würden uns freuen, Groß-eltern zu werden. Die Beziehungen unsere Söhne mit ihren Kärntner Freundinnen sind perfekt, somit gebe ich die Hoffnung nicht auf. Reisen würden mich nach Schottland oder Skandinavien reizen.

Hielten Sie den „Oberkärntner Volltreffer“ schon in Händen? Wie gefällt er Ihnen, falls?

Gerade jetzt blättere ich ihn durch – und je mehr Sport ich drinnen finde, desto besser gefällt er mir auch. Meiner Gattin Gudrun ist er wiederum aus früheren Zeiten ja ohnehin vertraut.

 

Kurz gefragt:

Jürgen Legerer
(Dölsach)
Jugendreferent, Trainer & Organisator

Sternzeichen: Jungfrau

Ich bin … konsequent, aber auch gelegentlich leicht chaotisch 

Leibgericht: Blunzengröstl und Leber

Lieblingsfarbe: Orange

Lebensmotto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.