Christoph Steinwender (41) startete Anfang August als Damenmannschafts-Trainer des SV AQUA-DOC Rothenthurn mit seinem Team im Heimspiel gegen Sachsenburg in die Frauen-Großfeldliga – allerdings erwies sich der Gegner noch als etwas zu übermächtig. Im Vorjahr (Saison 2025/26) holten sich die Damen rund um Steinwender den Kärntner Meistertitel in der Kleinfeldliga, weitere Zuversicht für den Erfolg in der Großfeldliga schöpft der Verein durch die Leistung seiner Torschützenkönigin Katharina Rupnik (30 Treffer). Die Mädchen und Frauen laden übrigens jeden Dienstag (von 19 bis 20.30 Uhr) zum offenen Training. Hauptberuflich ist Christoph Steinwender als Lkw-Fahrer bei der Firma Peter Seppele beschäftigt, er lebt mit Frau Sabine in Rothenthurn, sie haben zwei Kinder namens Sophia (7 Jahre) und David (10 Jahre).
OVT: Herr Steinwender, wie zufrieden blicken Sie dennoch auf den Saisonstart? Was hat gepasst, wo gäbe es noch Aufholbedarf?
Christoph Steinwender: Der Saisonstart verlief nicht ganz nach Plan und Wunsch, aber wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Leider sind uns auch drei Stammspielerinnen durch Langzeitverletzungen kurz vor Saisonstart ausgefallen. Es braucht halt noch eine gewisse Gewöhnungsphase, weil der Wechsel vom Klein- aufs Großfeld etwas anderes ist.
Z. B. müssen die Pässe länger geschlagen werden, die Kondition ist anders einzuteilen …
Welches Ziel peilt die Damenmannschaft des SV Rothenthurn heuer an?
Als Ziel peilen wir an, uns im Mittelfeld der Liga zu etablieren und im kommenden Frühjahr dann voll anzugreifen. Weiters steht die Aufstockung unseres Kaders im Mittelpunkt und generell ist es mir ein Anliegen, Fußball für Mädchen und Frauen attraktiv zu gestalten!
Auf was legen Sie als Trainer Wert? Den Teamgeist-Gedanken, taktisches Spielverständnis, sprachlichen Umgang …
Ich lege großen Wert auf den Zusammenhalt in der Mannschaft und einen wertschätzenden Umgang miteinander.
Ihre Trainer-Tätigkeit begleitet Sie aber auch in Ihrem Hauptberuf als Lkw-Fahrer!
Das stimmt. Denn im Lkw liegt stets ein kleines Notizbücherl, wo ich mir auch während der Fahrten schnell einmal Notizen mache, um sie dann vielleicht schon beim nächsten Training auszuprobieren. Klappt‘s übrigens nicht gleich beim ersten Mal, dann eventuell beim zweiten Versuch. Wie heißt‘s doch so schön: „Der Teufel liegt doch im Detail.“
Wie sehr freut Sie nachträglich gesehen der Meistertitel 2025/26? Haben Sie es kommen sehen, oder kam‘s doch über-
raschender?
Der Meistertitel in der Kleinfeld-liga war ein hartes Stück Arbeit für die Mannschaft. Wir wussten, dass wir es schaffen können und haben uns mit den Leistungen dafür belohnt. Für mich persönlich einer der schönsten Erfolge, die man als Team erreichen kann!
Sie standen auch selbst in der Herrenmannschaft für den Verein auf dem Platz? Auf welche Erfolge blicken Sie als Spieler denn gerne zurück?
Das war der Wiederaufstieg mit der Kampfmannschaft in die Unterliga 2022/23. Es war ein großartiger Erfolg und auch als Highlight einzuordnen.
Wie kamen Sie selbst überhaupt zum Fußball?
In jungen Jahren bin ich ja als Skispringer über die Schanzen gesprungen, musste jedoch wegen Verletzungen meine Skisprung-
karriere beenden. Und ich bin dann beim Fußball gelandet, wo ich schlussendlich immer, wenn es sich ausging, dabei war.
Welchen Wunsch haben Sie privat noch? Eine Weltreise …
Mit meiner Frau würde ich gerne später noch in der Tat eine Weltreise mit einem Wohnmobil machen.
Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gern abschließend noch gefragt?
Der „Oberkärntner Volltreffer“ ist Woche für Woche mit interessanten und spannenden Berichten gefüllt. Das ist auch der Grund, warum er mir sehr gefällt!
Kurz gefragt:
Christoph Steinwender
(Rothenthurn)
Fußballtrainer und Lkw-Fahrer
Sternzeichen: Schütze
Ich höre gerne (Musik): Gigi D‘Agostino
Fußballtrainer-Vorbild: Jürgen Klopp
Was mögen Sie: Herausforderungen