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28. September 2026

Sie hat die Nockregion im Fokus

DI Katharina Spöck (30) ist seit Beginn dieses Jahres LAG- und Regionalmanagerin der „Nockregion-Oberkärnten“ (LAG steht für Lokale Arbeitsgruppe, Anm.) und übernahm damit die Aufgabenbereiche der langjährigen LAG-Managerin Christine Sitter, die sich kürzlich in den Ruhestand verabschiedete. Die Nockregion umfasst u. a. die Gemeinden rund um Spittal, den Millstätter See und des Lieser-/Maltatales und gilt seit vielen Jahren als Vorzeigeregion. „Die Neue“ Katharina Spöck lebt mit ihrem Partner in Patergassen.

DI Katharina Spöck im Zuge einer Moderation.

OVT: Frau Spöck, wie würden Sie den Lesern Ihr Arbeitsgebiet als LAG- und Regionalmanagerin der Nockregion-Oberkärnten skizzieren? 

DI Katharina Spöck: In meiner Arbeit gleicht kein Tag dem anderen. Genau das macht es auch so spannend. Es gilt immer wieder, neue Herausforderungen zu meistern und passende Lösungen zu finden. Eine zentrale Aufgabe ist einerseits, gemeinsam mit Projektträgern Ideen zu entwickeln und Projekte erfolgreich in die Realität umzusetzen, die einen Mehrwert für die Region leisten. Andererseits gilt es in der Regionalentwicklung immer einen Schritt voraus zu sein und strategisch zu arbeiten. Das heißt, selbst aktiv Themen aufzugreifen, neue Impulse zu setzen und deren Entwicklung voranzutreiben. Dabei arbeite ich viel mit Menschen zusammen – mit engagierten Persönlichkeiten, die sich mit viel Herzblut für die Region einsetzen. Und das schätze ich sehr an meiner Arbeit.

Was steht im Fokus der nächsten Jahre, wie setzen Sie Schwerpunkte? 

Die Nockregion-Oberkärnten beschäftigt sich bereits seit über einem Jahrzehnt mit den Auswirkungen des demografischen Wandels. Viele Projekte wurden dazu bereits umgesetzt, um dem entgegenzuwirken. In den kommenden Jahren liegt der Schwerpunkt auf der gezielten Standortentwicklung und der Positionierung unserer Region als attraktiver Lebens- und Arbeitsraum. Die Nockregion hat viel zu bieten – dieses Potenzial gilt es noch stärker sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Grundsätzlich wird die strategische Stoßrichtung über die lokale Entwicklungsstrategie der LAG festgelegt, die in einem partizipativen Prozess für jede Förder-
periode ausgearbeitet wird. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass neue Herausforderungen auch zwischen den Förderperioden entstehen und rasches Handeln erfordern. Das Thema Wasserversorgung ist hier ein gutes Beispiel. Was in anderen Regionen schon länger eine Herausforderung ist, hat uns heuer erstmals stärker beschäftigt. Hier gilt es, rechtzeitig regionale Lösungen zu entwickeln.

Apropos „Vorzeigeregion“: Was macht/e die Nockregion im Lauf der Jahre dazu?

Vor allem der Mut, frühzeitig vorauszuschauen und neue Themen aufzugreifen. Ein ganz wichtiger Meilenstein war der Demografie-Check im Jahr 2010 – zu einer Zeit, als der demografische Wandel noch längst nicht jene Aufmerksamkeit hatte wie heute. Die Nockregion hat sich schon damals intensiv mit den Auswirkungen und möglichen Handlungsfeldern auseinandergesetzt. In weiterer Folge wurde dieser Ansatz auch in anderen Regionen Kärntens aufgegriffen.

Dazu kommt die über Jahrzehnte gewachsene Zusammenarbeit der Gemeinden. Den Regionalverband gibt es mittlerweile seit 25 Jahren, und viele Projekte werden gemeinsam umgesetzt – die Radwegpflege rund um den Millstätter See etwa wird bereits seit Beginn an über den Regionalverband abgewickelt.

Heute ist auch das Kompetenzzentrum für Regionalentwicklung in Radenthein eine große Stärke: Hier sind neben der LAG auch die KEMs, die KLAR! und weitere Projektmitarbeiter des Regionalverbandes gebündelt. Dadurch können wir Synergien optimal nutzen und sind für Gemeinden und Projektpartner praktisch ein „One-Stop-Shop“ in der Regionalentwicklung. 

Sie sind auch aktives Mitglied eines Kärntner Chores – der auch gerne in der Nockregion zugegen ist! Es heißt ja: „Mit Musik geht alles leichter.“ Hat‘s etwas von dem? 

Mit Musik geht vielleicht nicht immer alles leichter, aber die Musik ist durchaus eine große Stütze für mich. Mit fröhlichen Liedern kann man viel Leichtigkeit in den Alltag mitnehmen, während tiefgehende Lieder auch in schwierigen Situationen Halt geben. Und vor allem ist es die Gemeinschaft im Chor, die vieles leichter macht. Gemeinsam zu singen und mit-
einander zu lachen. Auch wenn das Lachen manchmal daherkommt, dass ich als Tirolerin etwas zu viel „K“ in die Kärntner Melodien einbaue.

Der Kärntner Charme führte Sie 2023 als gebürtige Nordtirolerin nach Oberkärnten. Wo finden Sie eventuell Mentalitäts-Unterschiede? Haben Sie „karntnerische“ Worte schon lieb-
gewonnen? 

Ich bin der Meinung, dass die Landschaft den Menschen grundsätzlich stark prägt. Sowohl die Sprache als auch die Mentalität sind in der Nockregion um einiges „sanfter“ – wenn man es so bezeichnen kann – als in meiner alten Heimat. Das heißt nicht, dass die Kärnterinnen und Kärntner nicht auch ihren Kopf durchsetzen, aber eben mit der etwas feineren Art. Mein Lieblings-Kärntner-Wort, das ist wohl „kamot“. 

Welchen Wunsch haben Sie privat noch? Eine Weltreise … 

Ich reise sehr gerne, eine Weltreise muss es aber nicht sein. In Zentral- und Südamerika war ich bisher noch nie – das würde mich schon sehr reizen. Generell habe ich das Privileg, dass ich mir schon viele meiner persönlichen Träume erfüllen konnte: einen VW-Bus zum Campen, den ich mir lange gewünscht hatte, einen Tauchschein oder auch einen zweimonatigen Solo-Trip durch Südostasien. 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gerne noch abschließend gefragt? 

Sehr gut! In Zeiten, wo negative Nachrichten dominieren, freut es mich immer, den „Oberkärntner Volltreffer“ mit seinen vielen positiven Berichterstattungen durchzublättern.

 

Kurz gefragt:

DI Katharina Spöck

(Radenthein)

LAG- und
Regionalmanagerin

Sternzeichen: Stier

Ich höre gern (Musik):
Indie, 70er-Jahre-Hits, eigentlich alles außer Heavy Metal

Leibgericht: Kaspressknödel

Lieblingsblumen: Dahlien

Was mögen Sie nicht: Lügen