Eine erste Chance auf größeren Niederschlag seit Wochen könnte das bevorstehende Italientief in Osttirol und Kärnten bringen. Es wird auch kälter – und möglicherweise ist erstmals Schnee in Sicht.
Nicht nur der Sommer 2026 war zu trocken, auch im Herbst lässt ausgiebiger Niederschlag auf sich warten – auch in der Region Oberkärnten-Osttirol. „In Lienz sind vom 1. bis 17. Oktober 2,9 Liter pro Quadratmeter gefallen, das sind rund drei Prozent der im Oktober üblichen Menge“, rechnet Mag. David Kaufmann Wetterdienst „Tauernwetter“ in Mallnitz vor. Nun zeichne sich eine Chance auf größere Niederschläge ab: Am Mittwoch, 21. Oktober, und am Donnerstag, 22. Oktober, dürfte sich über dem Mittelmeer ein Italientief bilden. Nach den aktuellen Modellrechnungen liege der Schwerpunkt des Niederschlags in Osttirol und Oberkärnten, so „Tauernwetter“. Wieviel Regen tatsächlich daherkommt, lässt sich noch nicht sagen. Die Wettermodelle gehen auseinander, so prophezeit „Bergfex“ eine Regenmenge von über 30 Litern für das Obere Drautal, in Lienz sollen am Mittwoch mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zu 38 Liter fallen.
In Osttirol und Kärnten fehlt der Niederschlag
Der Oktober ist in Osttirol und Oberkärnten normalerweise ein sehr nasser Monat, in Lienz fallen im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 im Oktober 105 Liter pro Quadratmeter. Heuer waren es bis zum 17. Oktober 2,9 Liter. Das Blockadehoch, das seit Ende September das Wetter bestimmt, beginnt in der neuen Woche zu bröckeln. Feuchte Luft trifft von Süden auf die Karnischen Alpe und die Karawanken. Tauernwetter rechnet für z. B. Dellach im Drautal bis zu 70 Litern pro Quadratmeter, nach alternativen Berechnungsmethoden soll es allerdings wesentlich weniger Niederschlag geben. Laut den ICON-CH2 Wettermodell aus der Schweiz sollen im Gailtal bis zu 100 Liter fallen. Welche Menge am Ende fällt, hänge vor allem von der Zugbahn des Tiefs ab.
Schnee in Sicht
Der Großteil des Niederschlags fällt am Mittwoch noch als Regen bis weit hinauf, die Temperatur in rund 1.500 Metern Höhe liegt dann noch bei 7 bis 9 Grad. In der Nacht auf Donnerstag fließt von Norden kühlere Luft ein, und die Schneefallgrenze sinkt mit dem Rest des Niederschlags ab. Im Mittelgebirge und in einzelnen höher gelegenen Tälern könnte der Niederschlag gegen Ende aber in Schneeregen oder Schneefall übergehen.