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05. Februar 2026

Sylvia Preimeß

Sylvia Preimeß (42) ist seit 2017 „Umzugsministerin“ der Faschingsgilde Spittal. Im November 2015 zur Faschingsprinzessin gewählt, trat die gelernte Krankenschwester schließlich 2016 dem Verein bei. Diesen Samstag, 14. Feber, geht wieder der große Spittaler Faschingsumzug unter ihrer Leitung über die Bühne. Sylvia Preimeß wohnt in Lendorf.

V. l.: Sylvia Preimeß, Gerald Smesovsky und Christian Rieder stoßen mit „He-Lei!“ auf den Spittaler Faschingsumzug 2026 an. Fotos: Faschingsgilde Spittal

OVT: Frau Preimeß, was macht denn Fasching für Sie aus? Wie wichtig ist er auch in schwieriger werdenden Zeiten wie den heutigen?
Sylvia Preimeß: Ich war schon als Kind bei unserem Lendorfer Kinderfasching, veranstaltet von der Trachtenkapelle, immer verkleidet dabei. Meine Favoritin war meist die „Prinzessin“, war aber auch Marienkäfer, Mickey Mouse … Zum anderen braucht es in Zeiten wie diesen wirklich die Ablenkung, daher setzen wir stets auf bunte Farben und gute Stimmung beim Umzug. Darüber hinaus merkt man auch, dass sich die Besucher über die Jahre mehr und mehr maskieren – mittlerweile fallen die Nichtmaskierten bereits auf!
Was erwartet die Besucher nun beim Umzug am Samstag? Wie viele Gruppen werden teilnehmen und was ist das Thema des Umzuges?
Bislang haben wir schon über 40 Anmeldungen von Gruppen, die mitmachen. Seit Jahren gehen wir im Vorfeld auch persönlich auf Firmen und Vereine zu und laden sie ein. Heuer lautet das Motto „Highlights der Filmgeschichte“ – für die Kleinen wie für die Großen. Mehr verrate ich jedoch nicht. Anmeldungen sind übrigens bis kurz vor Umzugsbeginn möglich, und hat‘s alles bereits gegeben! Einmal war eine Gruppe dermaßen gut maskiert – sie kamen eigentlich als Zuschauer –, dass wir sie spontan in den Umzug integriert haben.
Sind Sie auch selbst auf einem Wagen zu finden?
Leider nein, aber ich bin als Assistentin im Moderationsteam mit Joschi Peharz und Martin Moser. Großen Dank auf diesem Wege auch Bernd Schwinger, der uns heuer zum dritten Mal vor dem Schloss Porcia in luftige Höhen hieven wird. Aber ja, von Anfang bis zum Ende in der „Umzugsfamilie“ dabei zu sein, ist natürlich ein intensives Erlebnis. Diese besondere Stimmung kenne ich aber auch von den Gmünder Faschingsumzügen, weil ich dort bis 2014 mitgearbeitet habe. Bis heute ist zwischen den Gmündern und mir eine tolle Freundschaft geblieben und wir besuchen uns jedes Jahr gegenseitig.
Wie viele Stunden nimmt die Umzugsministerin in Anspruch?
Es werden schon einige hundert Stunden sein! Vieles erledige ich am Abend, aber ich habe auch Hilfe, besonders froh bin ich, dass ich in Gleitzeit arbeiten kann. Ich möchte hier aber gern unser 3er-Umzugsteam nennen: mit mir werkeln Gerald Smesovsky und Christian Rieder. Wir beginnen im September, denn am 11. 11. geht es ja schon an die Präsentation des Mottos. Und es ist schön zu wissen, dass der Vorstand voll dahintersteht. Die Teamarbeit in der Gilde ist einzigartig, und man könnte sagen, dass Geld, Liebe und Freizeit für den Umzug bestimmend sind – darauf ein „He-Lei!“
Sind Sie bei den Faschingssitzungen ebenso aktiv?
Ja, bei der „Minister“-Nummer bin ich auf der Bühne.
Für wie lange ist man denn als „Umzugsministerin“ gewählt? Und wie lange können Sie sich vorstellen, es zu machen?
Da gibt es kein Ablaufdatum. Solange es mir Spaß macht, werde ich es machen – und das gilt wohl auch für unsere ganzen freiwilligen Mitarbeiter und die vielen etablierten Gruppen.
Welche Highlights bleiben Ihnen aus Umzügen in Erinnerung?
Für mich ist jedes Jahr ein Highlight. Es sind immer wieder so viele Gruppen aktiv, einfach ein Wahnsinn. Da fällt mir doch etwas ein: die Radio-Interviews beim Umzug. Davor kribbelt es bei mir ganz schön im Magen.
Bleiben vielleicht aber auch Hoppalas im Gedächtnis?
Nach Corona haben wir anstatt des großen Umzuges einen Sommer-Karneval veranstaltet, und bei der Abfahrt sprang plötzlich das Prinzenauto nicht an – und alles stand. Anfangs dachte ich, es sei ein Scherz, doch dem war nicht so. Irgendwas passte nicht mit dem Elektronik-Schlüssel. Eine Viertelstunde später startet aber dann doch der Umzug. Auf diesem Wege auch ein Danke unseren Autohändlern für die stete Bereitstellung des Prinzenautos.
Welchen Wunsch hätten Sie privat noch? Eine Weltreise …
Eine Kreuzfahrt im Mittelmeer zu machen mit der Mädelsrunde – wir sind zu viert und kommen aus Villach, Wien und eben Lendorf. Im April 2024 waren wir etwa in Amsterdam, vergangenen November in London. Alles wird gemeinsam beschlossen und geplant.
Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gerne final gefragt?
Sehr gut. Ich blattl‘ ihn zuerst mal durch und bei dem, was mich anspringt, lese ich dann intensiver nach. Gern schau‘ ich übrigens die Umfragen, gerade wenn man vielleicht jemand auch noch kennt.

Kurz gefragt:
Sylvia Preimeß (Lendorf)
„Umzugsministerin“ und Sozialversicherungs-Angestellte
Sternzeichen: Schütze
Ich bin: zielstrebig und wohl mit Verhandlungsgeschick ausgestattet.
Lieblingsessen: Lasagne, italienische Küche bevorzugt
Lieblingstier: Katze
Kleines Laster: Laut Faschingsgilde „tua i zu viel Schlager hear‘n!“