Skip to main content
26. März 2026

Helmut Stabentheiner

Helmut Stabentheiner (50) sorgte Anfang März für Aufsehen beim „Radio Kärnten Startup“. Er gewann die „große Musikchance“ mit „Hallo kleiner Stern“ – einem Song, den der Drautaler für seinen Enkel David vor gut einem Jahr geschrieben hat. Hauptberuflich steht bei ihm der gelernte Tischler zu Buche, er war Pflege- und Gipsassistent in der Ambulanz vom Krankhaus Spittal, und seit 2021 ist er ÖBB-Zugbegleiter (Schaffner) in Lienz. Helmut Stabentheiner ist seit 35 Jahren mit seiner Frau Rosi zusammen, davon 25 verheiratet. Sie haben einen Sohn namens Raphael (28) und Enkel David ist mittlerweile elf Monate alt.

OVT: Herr Stabentheiner, wie sehr freut Sie der erste Platz? Es kam wohl doch etwas unerwartet!

Helmut Stabentheiner: Das ich bei der Radio Kärnten Startup Musikchance Ende Feber bei Facebook von meinen Freunden ganz nach vorne gevotet wurde, hat mich sehr gefreut. Danke nochmal allen Freunden, die für mich und mein Lied gestimmt haben. „Hallo kleiner Stern“ hat mir Glück gebracht.

Könnte es nun gar „spätberufen“ noch ein Einstieg in eine Karriere als singender Schaffner sein? Gehen die Pläne ein wenig in diese Richtung?

Mit 50, denke ich, werde ich kein Schlagerstar mehr werden. Ich habe in meinem Leben viele Höhen und Tiefen, viele schöne und auch traurige Tage erlebt, wie auch andere Menschen. Ich schreibe die Texte aus meinem Leben und aus meinem Herzen und freue mich, wenn es Menschen gibt, denen meine Lieder gefallen. Ich habe im Interview bei Radio Kärnten schon gesagt, dass ich nicht abheben möchte und auch nicht vorhabe mich zu verändern. Ich schreibe gerne, singe gerne und freue mich, wenn ich Leuten mit meiner Musik den Tag verschönern kann.

Die Musik spielte aber stets eine gewisse Rolle in Ihrem Leben.

Ja. Ich war zum Beispiel über 20 Jahre bei der Trachtenkapelle Dellach/Drau aktiv. Einst begann ich dort als Flügelhornist, die letzten zehn Jahre spielte ich jedoch das 1. Tenorhorn. Zu diesen Instrumenten spiele ich auch noch die Steirische Harmonika und Gitarre. Letztere habe ich mir vor zwei Jahren selbst eingelernt, um mich beim Gesang besser begleiten zu können. 

Apropos „Gesang“: Wie kam‘s schließlich zu „Hallo kleiner Stern“? 

In Vorfreude auf Davids Geburt schrieb ich schon das Lied, um es ihm auf diesem musikalischen Weg widmen zu können. Zur Geburt war ich schlicht parat, saß bereits zwei Stunden nach seiner Ankunft an seinem Kinderbett im Krankenhaus Spittal und habe es ihm mit Gitarrenbegleitung gesungen. Es war einer der schönsten und emotionalsten Momente in meinem Leben überhaupt, der Moment als ich meinen Enkel das erste Mal sah und halten durfte. 

Dann ging es sozusagen Schlag auf Schlager – bis ins Radio!

Ja. Ich habe das Lied dann im „17 Studios“-Tonstudio in Nußdorf-Debant bei meinem Freund Markus Musshauser aufgenommen. Daraus wurde letztlich ein richtig toller radio-reifer Song. Anfang Feber bewarb ich mich dann beim „Radio Kärnten Startup“ mit meinen zwei Songs „Donn sig i di“ – diesen habe ich schon im vergangenen Jahr für meine Frau zu unserem 25. Hochzeitstag geschrieben und veröffentlicht – und „Hallo kleiner Stern“ eben. Mit Letzterem ging ich schließlich ins Rennen und konnte mich gegen drei weitere Teilnehmer beim Facebook-Voting durchsetzen. Beide Songs sind auch auf YouTube/Spotify und amazon music zu hören. 

Hauptberuflich sind Sie als Schaffner ja „auf Reisen“. Kommt Ihnen da auch schon mal der eine oder andere Gedanke betreffs eines Songs?

Ja, das stimmt. Ich habe einen tollen Beruf als Zugbegleiter in Lienz und fahre zu 80 % die Strecke Lienz – Innichen und retour. Natürlich hole ich mir Inspirationen beim Zug fahren, weil man mit vielen Menschen im Gespräch ist und auch jeden Tag während der Fahrt die schöne Natur genießen kann. Da kommt einen schon der eine oder andere Gedanke, welche ich dann in Stichworten aufschreibe und am Abend zu kurzen Versen zusammenschreibe. So bekomme ich Material, dass ich dann in meine Lieder miteinbringen kann.

Andererseits: Welchen Wunsch hätten Sie abseits von Beruf und Musik? 

Ich wünsche mir, dass unser Enkel David und auch alle anderen Kinder dieser Welt in Frieden ohne Hunger und Krieg aufwachsen dürfen. 

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ gerne noch abschließend gefragt?

Der „Oberkärnten Volltreffer“ gefällt mir sehr gut. Ich lese ihn schon seit er im Jahr 1999 herauskam – und ich werde ihm auch weiterhin treu bleiben. 

Kurz gefragt:

Helmut Stabentheiner (Dellach/Drau)
ÖBB-Zugbegleiter

Sternzeichen: Steinbock

Ich bin ... ein Herzensmensch, aber auch nicht ohne Fehler

Lieblingsgetränk: kaltes Dellacher Leitungswasser

Lieblingsblume: rote Rose

„Kleines Laster“: Langschläfer