Skip to main content
27. Oktober 2026

„Es ist mein Herzenswunsch, all dies zu machen“

Steffi Samir (26) aus Kärnten ist Autor, Content Creator und Speaker im Bereich Spiritualität und Bewusstsein. Seit 2025 schreibt Samir, die mit bürgerlichem Namen Stefanie Nicole Moritsch heißt, regelmäßig für das „Engelmagazin“. Zwei Bücher sind bereits erschienen, ein drittes ist in Arbeit. Im Interview erzählt Samir über die Verbindung zum Gailtal, die eigene spirituelle Berufung und den Wunsch nach mehr Menschlichkeit.

OVT: Wie eng sind Sie dem Gailtal verbunden?

Steffi Samir: Ich komme regelmäßig zu meiner Omi und meinem Opa nach Oberkärnten. Besonders liebe ich die Nassfeld-
region und den wunderschönen Pressegger See. Die Runde um den See ist ein traumhaftes
Naturjuwel – gerade für mich als Sommerkind.

Wie kam es zur Verbindung mit Rosenheim in Bayern?

Ich lebe in Kärnten und bin beruflich gerne in Rosenheim. Schon bei meinem ersten Besuch wurde die Stadt zu meiner zweiten Heimat. Es gibt einen persönlichen spirituellen Hintergrund, warum ich mich sofort in Rosenheim wiedergefunden habe. Durch meinen Kollegen Dieter Broers wurde ich auf Bruno Gröning (bekannt als „Geistheiler“, „Wunderheiler“, Anm. d. Red.) aufmerksam. Das hat mich so im Herzen berührt, dass ich unbedingt zum Traberhof (in Rosenheim, wo Gröning wirkte, Anm. d. Red.) reisen wollte. Dabei geht es mir nicht um eine Organisation, sondern um meine eigenen spirituellen Erfahrungen. Auch mein nächstes Buch wird sich mit diesem Thema beschäftigen.

War es schon als Kind Ihr Wunsch, Bücher zu schreiben?

Ja, bereits mit 13 oder 14 Jahren sagte ich zu meiner Mama: „Ich werde spirituelle Bücher schreiben.“ Damals verfasste ich stundenlang Texte über meine persönlichen spirituellen Erlebnisse. Dass ich meine Herzensberufung gefunden hatte, war klar, denn ich wollte schon mit zwölf Jahren auf den großen spirituellen Kongressen als Speaker auftreten.

Vor vier Jahren nahm schließlich alles seinen Lauf ...

2022 begann die Umsetzung dieses Herzenswunsches. Mein erstes Buch, „Der Ruf meiner (deiner) Seele“, entstand aus meiner gelebten Spiritualität. Seit meinem dritten Lebensjahr nehme ich nach
eigener Erfahrung Engel und kosmische Wesen der Liebe wahr. Diese Verbindung zur Urquelle, die ich mit Gott und Liebe verbinde, begleitet mich bis heute. Dafür habe ich keine Ausbildung absolviert – es war immer schon Teil meines Lebens. Meine Familie wusste, dass ich meine Herzensliebe zur Berufung machen werde.

Seit 2025 schreiben Sie für das „Engelmagazin“. Wie kam es dazu?

Für dieses Magazin schreiben zu dürfen, war schon als Kind ein Herzensziel von mir. Ende 2024 kontaktierte ich die Redaktion zunächst, um mein Buch vorzustellen. Stattdessen fragte man mich, ob ich nicht selbst Artikel schreiben möchte. Mein Herz hüpfte vor lauter Glückseligkeit und ich war nur emotional überwältigt.

Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Bücher?

Ich schöpfe aus meinen eigenen spirituellen Erfahrungen. Für mich findet Spiritualität im Inneren statt. Alles, worüber ich schreibe, habe ich selbst in mir erlebt. In meinem Buch „Vor 2000 Erdenjahren“ beschäftige ich mich mit Jesus und seiner Familie. Dabei gehe ich direkt in ihre Zeit zurück und erlebe ihre Emotionen und ihre Geschichte, als wären es meine eigenen.  Das Buch ist frei von kirchlichen Dogmen. Das Thema der Selbstfindung und der kollektive Aufstieg sind im Buch sehr präsent.

Sie beschreiben Ihre Identität als männlich und zugleich geschlechtslos. Was bedeutet das für Sie?

Schon als Kind hatte ich einen anderen Blick auf die Welt. Kinder sind einfach Kinder und denken nicht daran, welches Geschlecht sie haben – und das hat sich bei mir nicht geändert. Seit meinem 13. Lebensjahr wusste ich, dass ich mich nicht als weiblich identifiziere. Ich konnte mich nicht mit der Periode oder einem BH identifizieren. Schon lange trage ich keinen BH oder
einen Bikinioberteil mehr. Dank des Langzeitzyklus bekomme ich keine Periode mehr und seitdem fühle ich mich richtig wohl in meinem Körper. Heute ist es mir ein großes Privileg, meine Erfahrungen in Büchern, Webinaren und bei Veranstaltungen mit anderen Menschen teilen zu dürfen. Ich möchte dazu beitragen, dass wir weniger in Kategorien denken und mehr in einem Bewusstsein der Verbundenheit leben.

Hat Ihnen das auch geholfen, nicht in bestimmten Kategorien zu denken?

Ich möchte nicht zusehen, wie homosexuelle Menschen ausgegrenzt werden. Ich möchte nicht zusehen, wie Menschen, die nicht das klassische Rollenbild leben, respektlos behandelt werden. Mir ist wichtig zu sagen: Es geht um die Liebe als die stärkste Kraft. Schon als Kind hab‘ ich nie unterteilt. Für mich ist ein Mensch ein Mensch, unabhängig von Äußerlichkeiten. Viele meiner Freunde sind ebenfalls lesbisch, schwul,
bisexuell usw. Und – Ja, es gibt Männer, die sich schminken! Für mich ist es ein Klischee-Denken, zu bestimmen, was weiblich, was männlich oder was nicht binär ist, oder wenn dir jemand sagt, wie etwas zu sein hat. Diese Einstellung hat mich auch innerlich bewegt, meine Stimme zu erheben. So hat es mich im Herzen berührt, als ein Mann in den sozialen Medien aufgrund seines femininen Äußeren gemobbt wurde. Ich schrieb diesen besagten Menschen an und zeigte ihm so mein Mitgefühl und teilte ihm mit, dass er sich nicht für andere verändern brauche und er genauso richtig ist, wie er ist.

Welchen persönlichen Wunsch möchten Sie sich noch erfüllen?

Ich möchte mit meiner Mama und meinen besten Freunden, die für mich wie Geschwister sind, die Welt bereisen. Besonders reizen mich Griechenland, Israel, Südengland und Frankreich. Reisen bedeutet für mich Freiheit, Lebensfreude und goldene Momente, die materielle Dinge nicht ersetzen können.

Wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“, den Sie bei Ihren Großeltern lesen?

Sehr gut! Besonders schätze ich die liebevoll gestalteten Interviews, die positive und authentische Geschichten von Menschen erzählen. Ansonsten lese ich kaum Zeitungen und beschäftige mich lieber mit spirituellen Magazinen, da ich negative Schlagzeilen und Sensationslust bewusst meide.

 

Kurz gefragt:

Steffi Samir 

Autor

Sternzeichen: Steinbock

Ich bin … ein Herzensmensch.