Und diesem Thema räumt die Stadtgemeinde Spittal auch einen großen Stellenwert ein. Nach Fertigstellung der WVA Gmeineck werden aktuell 3,8 Mio Euro in den Ausbau der Wasserversorgung im Unterlang investiert, Wasserleitungen saniert und ein eigens einberufener „Wassergipfel“ beschäftigt sich mit der Versorgungssicherheit der Stadt.
Die Trockenheit letzten Wochen und Monate ist verantwortlich, dass sich immer mehr Gemeinden mit ihrer Wasserversorgung auseinandersetzen müssen. Mancherorts heißt es „Pool befüllen nur mehr nach Absprache“ (z. B. in Reißeck, Malta...). Im Feber rief auch Spittal kurzzeitig zum Wassersparen auf. „Gegenmaßnahmen“ haben für Entspannung gesorgt. Die Wasserversorgung hat aber weiterhin einen hohen Stellenwert. Im Vorjahr wurde das Jahrhundertprojekt Wasserversorgungsanlage Gmeineck mit eigenem Trinkwasserkraftwerk abgeschlossen. Aktuell wird am Ausbau der WVA im Spittaler Unterland gearbeitet. Im Vorjahr wurden bereits rund vier Kilometer neue Wasserleitung – inklusive Hausanschlüssen, zehn Hydranten und zwei Druckreduzierungsschächten im Bereich Molzbichl – fertiggestellt und in Betrieb genommen. Damit konnte der Anschluss an die Wasserversorgung vom OBI-Kreisverkehr über Zgurn und Molzbichl bis zum Fußballplatz Rothenthurn planmäßig umgesetzt werden. In den kommenden Bauabschnitten entstehen noch rund 5,5 Kilometer Wasserleitung mit etwa 45 Hausanschlüssen sowie weiteren zehn Hydranten. Die Hauptarbeiten erfolgen 2025 und 2026, für das Frühjahr 2027 sind noch Restarbeiten geplant. Insgesamt investiert die Stadtgemeinde rund 3,8 Millionen Euro in dieses Projekt.
Wassergipfel im Rathaus
Ein weiteres wichtiges Vorhaben betrifft die Wasserleitungen im Bereich der Villacher Straße zwischen EKZ Neukauf und Kärntnermilch. In den vergangenen Jahren kam es an der aus dem Jahr 1980 stammenden Versorgungsleitung der Kärntnermilch vermehrt zu Rohrbrüchen. Um die Versorgung langfristig sicherzustellen, wird diese Leitung gemeinsam mit der parallel verlaufenden Versorgungsleitung für das Unterland – ebenfalls aus dem Jahr 1980 – auf rund 200 Metern erneuert. Die Umsetzung des 400.000 Euro-Projekts ist noch für 2026 vorgesehen. Auch auf strategischer Ebene beschäftigt sich Spittal intensiv mit der Zukunft der Trinkwasserversorgung. Bgm. Gerhard Köfer lud zu einem „Wassergipfel“ ins Rathaus, an dem Abteilungsleiter Christian Pichler, Wassermeister Bernd Nussbaumer, StR Christoph Staudacher und Wasserexperte Herbert Tautscher teilnahmen. Im Zentrum der Gespräche standen notwendige Sanierungen, geplante Investitionen und Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Trinkwasserqualität in Spittal.