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24. April 2026

Lesachtal: Chronologie eines Waldbrandes

Seit Donnerstagabend wütet im Lesachtal im Bereich Promeggen östlich von Maria Luggau ein Waldbrand. Bis zu Mittag haben sich die Flammen schon auf eine Fläche von 35 Hektar ausgebreitet, am Aben waren es 70. Am Vormittag wurde ein Krisenstab einberufen. Die Feuerwehren der Gemeinde Lesachtal sowie mehrere Feuerwehren aus dem oberen Gailtal und aus Osttirol stehen im Einsatz.

Zurzeit berät ein Krisenstab das weitere Vorgehen. Fotos: Feuerwehren/BfKdo Hermagor

Am 8. April gab die Bezirkshauptmannschaft Hermagor das Verbot des Feueranzündens und Rauchens im Wald heraus (das Gleiche gilt für den Bezirk Spittal). Grund: die lange anhaltende Trockenheit. Diese ist auch Nährboden für den Waldbrand im Lesachtal, teilt das Bezirksfeuerwehrkommando Hermagor mit.

Schwieriges Gelände

Bis Mitternacht des 23. April hat sich der Brand auf rund acht Hektar Waldfläche ausgebreitet, berichtet Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Gerd Guggenberger. Die Feuerwehren versuchten, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. „Wegen des alpinen Geländes und der Dunkelheit ist der Einsatz für die Feuerwehrleute aber sehr gefährlich“, so Guggenberger. Herausfordernd sei auch die Löschwasserversorgung. „Mit drei Tanklöschfahrzeugen wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. Außerdem musste eine Zubringerleitung von rund vier Kilometern Länge verlegt werden, um Löschwasser an die Brandstelle zu befördern“, erklärt Guggenberger.

Feuerwehren bekamen Verstärkung

Um Mitternacht standen zwölf Feuerwehren aus dem Lesachtal, dem oberen Gailtal und aus Osttirol im Einsatz. Ab den Morgenstunden werden die Löscharbeiten von zwei Hubschraubern unterstützt. Aus Sicherheitsgründen mussten die Löscharbeiten in der Nacht eingestellt werden, um die Einsatzkräfte nicht zu gefährden. Seit den Morgenstunden wird der Einsatz mit Unterstützung von Hubschraubern weitergeführt.

Am Vormittag auf 15 Hektar ausgebreitet

Der Waldbrand hat sich in der Nacht auf rund 15 Hektar ausgebreitet. Für die Löscharbeiten stellen der Wind und die starke Rauchausbreitung ein Problem dar. Wegen der Gefahr von auf die Fahrbahn herabrollenden Teilen musste die Bundesstraße B111 zwischen St. Lorenzen im Lesachtal und Maria Luggau für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Eine Umfahrung ist nur großräumig über Osttirol möglich.

Gegen Mittag bereits 35 Hektar

Wie die „Kleine Zeitung“ berichtet, habe sich der Waldbrand am Vormittag des 24. April bereits auf 35 Hektar ausgebreitet. Zitiert wird Bürgermeister Bernhard Knotz, der gegen Mittag an einem Krisenstab teilnahm.

Gegen Abend brennen schon 70 Hektar

Update 24. April, 18 Uhr: 220 Feuerwehrleute aus Oberkärnten und Osttirol arbeiten mit Hubschrauberunterstützung am Eindämmungsversuch des Waldbrandes im Lesachtal. Doch die Flammen – begünstigt durch die extreme Trockenheit – breiten sich rasch aus. Mittlerweile stehen 70 Hektar in Flammen – eine Verdopplung in einem halben Tag. 5 Hubschrauber sind im Löscheinsatz (2 vom Bundesheer und 3 vom Innenministerium). Diese können aber nur bis 20 Uhr fliegen. Über Nacht halten die Feuerwehrleute Brandwache und versuchen mit Standleitungen umliegende Gebäude zu schützen. Der Brand breite sich laut Bgm. Bernhard Knotz („Radio Osttirol“-Interview) langsam in Richtung Maria Luggau aus. Die B111 in diesem Bereich bleibt weiter gesperrt. Es besteht Gefahr durch abrollende Steine. Großräumig umfahren kann man nur über Osttirol.

Samstagmorgen: weitere Hubschrauber

Wie Hannes Wallner von der „Krone“ berichtet, brennen am Samstagmorgen, 25. April, bereits 80 Hektar (auch beim Stagor-Brand in der Gemeinde Steinfeld im Jahr 2002 standen 80 Hektar in Flammen – einer der größten Brandeinsätze in Kärnten). Am Samstag soll ein weiterer Hubschrauber des BMI von Wien die Löscharbeiten unterstützen. Laut „Krone“ sei auch ein Black Hawk des Bundesheers gerufen worden.

 

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