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16. Juli 2026

Top-Musikfestival im Lesachtal

In Liesing im Lesachtal gibt es alljährlich die AlpenKammerMusik (AKM). Ein kulturelles Highlight, das weit über das Tal hinaus ausstrahlt, hinaus „tönt“. Es handelt sich um das einzigartige Kammermusikfestival für junge Künstler, professionelle Musiker und hochbegabte Amateure, das 14 Tage Proben, Coaching und Aufführungen an der Seite herausragender Musiker und Dozenten aus aller Welt umfasst.

Von Karl Brunner

 

AKM-Profis begeisterten mit ihrer Musik. Foto: AKM

Insgesamt sind es schon 58 Teilnehmer/-innen, die heuer die AKM gestalten. Zwischen den Künstlerinnen und Künstlern entwickel(te)n sich in diesem Umfeld Mentoring-Beziehungen und auch mit den Dorfbewohnern sind im Lauf der Zeit viele Bekanntschaften und Freundschaften entstanden. Partner der AKM ist die Volksmusikakademie (Prof. Werner Lexer), für die lokale Koordination von Unterkunft und Verpflegung sorgt Ferdinand Stadlober, Gastgeber vom Lesachtalerhof; er ist gleichsam das Bindeglied zwischen dem Lesachtal und der internationalen Musikszene. Eine Aufführung, die zeigte, dass es hier um Musik auf Weltklasse-Niveau geht, war kürzlich wiederum das vom Publikum vielumjubelte AKM-Professorenkonzert im Kultursaal in Liesing. Auf dem Programm standen das „Quartett auf das Ende der Zeit“ von Olivier Messiaen, ein Streichquintett (Op.87) von Felix Mendelssohn, das Volkslied „In die Berg bin i gern“ (arrangiert von Stephen Buck), „Portraits“ von Gerd Kühr und die Stücke „Sammy“, „Ozean“, „Sternenstaub“, „Sie glaubt an mich“ und „Schwarz-Weiß“ (alle arrangiert von Gijs Kramers). Dargeboten wurde es von den renommierten weltweit tätigen Künstlern und Künstlerinnen: Chad Burrow, James Cheung, YooJin Jang, Gijs Kramers, Jesus Morales, Emi Ohi Resnick, Ilinca Forna, Nathan Meltzer und Yoanna Prodanova. „In die Berg bin i gern“ wurde gemeinsam gespielt von Meltzer, Forna, Kramers, Morales mit den heimischen Blasmusikern Nikolaus Lanner sen., Robert Lexer und Roman Cecco. Eine besondere, eigenwillige Darbietung bildete das Stück „Portraits“ des Komponisten und Dirigenten Gerd Kühr. Der gebürtige Lesachtaler Kühr war 2023 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet worden.

Wie es begann…

Prof. Werner Lexer erinnerte an den Beginn der AKM in Liesing aufgrund persönlicher Kontakte und die weitere stete Aufwärts-Entwicklung der AKM. Begonnen hatte es 2005, als Daniel Swartz und Elena Levina nach Liesing fuhren, um hier Näheres über den einstigen Geigenbauer Johann Lexer zu erfahren. Dessen Sohn, Werner Lexer, und auch Werners Cousin Stefan regten die Idee für ein Klassik-Festival an. Eine wichtige Rolle spielte der Wunsch, auch einmal die Klassik-Kompositionen vom Geigenbauer und Komponisten Johann Lexer zur Aufführung zu bringen. Weitere Kontakte mit Tanya Bannister und Stephen Buck wurden geknüpft und im Sommer 2006 fand das erste Konzert statt, das begeistert aufgenommen wurde. Das Festival wird auch von ACMP (Associated Chamber Music Players) u.a. unterstützt. Bgm. Bernhard Knotz gratulierte und dankte der AKM und allen Beteiligten. Im Rahmen der Veranstaltung wurden – wie Lexer ausführte - die AKM sowie mehrere Musik- und Gesangsgruppen (Gailermädchen, Familienmusik Wilhelmer, Stana Buam, Frauenterzett Liesing) sowie Theatergruppen (Luggau, Liesing) und ein Lebenswerk (Kilian Unterluggauer) in die umfassende „Lesachtaler Kulturschatztruhe“-Präsentation aufgenommen. Den jeweiligen Gruppen, den AKM-Musikern sowie auch Gerd Kühr wurden von Werner Lexer und Bgm. Knotz „Kultursterne“ als sichtbare Anerkennung überreicht. AKM – eine unglaubliche Bereicherung des Lesachtales und der Musikszene.

 

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