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22. Juli 2026

Spittals Unterland kämpft um Lärmschutzmaßnah­men

Die ASFINAG präsentierte im Gemeinschaftshaus Amlach die auf der Tauernautobahn bei Spittal-Ost geplanten Lärmschutzmaßnahmen im Zuge einer bevorstehenden Sanierung des Autobahn-Abschnitts. Die Anrainer leiden unter der steigenden Lärmbelastung, einige ihrer Einwände könnten in die weitere Planung einfließen.

Im Dorfgemeinschaftshaus Amlach wurden die Ergebnisse der Lärmtechnischen Untersuchung präsentiert. Am Podium die Asfinag-Vertreter Florian Moser, DI Martin Kobakd und Gerhard Strohmayer sowie BI-Sprecher und Anrainer Gerd Sagmeister. Foto: privat

Die Tauernautobahn über Spittal soll teilsaniert werden und damit auch die Lärmschutzmaßnahmen für die Ortschaften im Osten Spittals, wie Edling, Zgurn, Baldersdorf und Molzbichl nord- und südseitig der A 10. Vor rund 140 Anrainern präsentierten die ASFINAG-Vertreter DI Martin Kobald, Gerhard Strohmayer und Florian Moser das Vorhaben sowie errechnete Verkehrsprognosen bis ins Jahr 2040. Und gerade diese Prognosen und die damit verbundene Lärmbelastung sind es, die die Anrainer nicht erfreuen: „Der Verkehr auf der Tauernautobahn wird zunehmen, wir haben jetzt schon an die 35.000 Fahrzeuge täglich – fast schon wie auf der Brennerautobahn“, sagt der Sprecher der Bürgerinitiative „Lärmschutz Spittal Ost“, Gerd Sagmeister, der den Info-Abend in Amlach moderierte. Laut aktuellen Untersuchungen würden die Lärm-Grenzwerte für die Anrainerortschaften östlich von Spittal bereits jetzt überschritten.

Mehr Schutzmaßnahmen gefordert

Deshalb untersuchten die Planer zusätzliche Schutzmaßnahmen auf ihre Wirtschaftlichkeit und Schutzwirkung für die betroffenen Ortschaften. Die ASFINAG plant den Asphaltbelag auf dem Abschnitt in beiden Richtungen durch einen lärmmindernden zu ersetzten und in Richtung Salzburg durchgehende Lärmschutzwände zu errichten, Kostenpunkt knapp 3 Mio Euro. In Richtung Villach soll hingegen nur auf den lärmmindernden Fahrbahnbelag gesetzt werden. Für die Anrainer zu wenig, sie fordern neben dem Ausbau des Lärmschutzes auf dieser Seite der Autobahn auch die Errichtung von Betonleitwänden, um das Risiko von Fahrzeugabstürzen in die tiefer gelegenen Siedlungsgebiete zu verhindern. 

Kontakt mit Ministerium

„Man hat uns zugehorcht, unsere Anliegen sind aufgenommen worden und jetzt werden wir sehen, wie es weitergeht“, sagt Sagmeister, der mit der Bürgerinitiative seit 2021 um eine Verbesserung des Lärmschutzes an der Tauernautobahn kämpft. Geplant ist in weiterer Folge eine Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Ministerium BMK, um das Anliegen bezüglich der Betonleitwände nochmals vorzubringen. „Am Ende zählt für die ASFINAG die Wirtschaftlichkeit“, so Sagmeister, der mit der BI trotzdem auf mehr Bewegung in der Sache hofft. Zur Verminderung des Lärms wurde auch eine Geschwindigkeitsüberwachung auf diesem Abschnitt zum Thema gemacht, es gebe jedoch keine Notwendigkeit dafür, da – außer dem Lärm – keine Gefährdung dort bestehe. 

 

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