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30. Juli 2026

Seit einem Jahrzehnt Impulsgeber für die Region

 „Pro Mölltal“ ist mittlerweile vielen ein Begriff. Seit zehn Jahren bringt der Verein innovative Projekte rund um die Themen Bildung, Kultur, Wirtschaft und Tourismus in das Mölltal und wirkt als Impulsgeber für das Tal. Am 15. August wird dieses Jubiläum mit einem Festprogramm in Döllach (Gemeinde Großkirchheim) gefeiert.

V. l.: Gustav Tengg, Melitta Fitzer, Obfrau Sabine Seidler. Foto: Christian Senger

Mehrere Initiativen, die heute aus dem Mölltal kaum mehr wegzudenken sind und weit über die Bezirks- und Landesgrenzen hinausstrahlen, haben ihren Ursprung bei „Pro Mölltal“. Dazu zählt das Mölltaler Geschichtenfestival, das von Melitta Fitzer aus Winklern organisiert wird. Im September findet es bereits zum elften Mal statt und hat sich zu einem der profiliertesten Literaturformate Kärntens mit wachsender internationaler Beteiligung entwickelt. Ein weiteres Aushängeschild ist das Forum Anthropozän, das im kommenden Juni seine zehnte Auflage feiert. Es bringt Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kunst ins Mölltal, um den Dialog über Nachhaltigkeit und Zukunftsfragen zu fördern. Auf Initiative des Vereins wurden außerdem eine Klima- und Energiemodellregion (KEM) sowie eine Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) im Mölltal etabliert. Gerade angesichts der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels – etwa durch Borkenkäferbefall oder Wasserknappheit – setzen beide Programme wertvolle Projekte zur Anpassung und nachhaltigen Entwicklung um. In diesen Kontext reiht sich auch die 2022 im ehemaligen Kloster Döllach gegründete Tauschinitiative „Vorgeliebt – Bringen. Tauschen. Weitergeben.“ ein.

Entwicklung in Richtung Kreislaufwirtschaft

Obfrau des Vereins ist Dr. Sabine Seidler, die zugleich als Managerin der KEM- und KLAR!-Region tätig ist. Die Anfänge von „Pro Mölltal“ gehen auf die Suche nach einer Nachnutzung für das ehemalige Kloster Döllach zurück. „Wir wollten das Thema Bildung im Kloster verankern. Peter Granig von der FH Kärnten und Bürgermeister Peter Suntinger waren die treibenden Kräfte hinter dem Projekt. Mit der Vereinsgründung haben wir versucht, die Kräfte und Ressourcen im Mölltal zu bündeln“, erzählt Seidler. Parallel arbeitete sie bereits am Strategiepapier für das Forum Anthropozän und brachte so das Thema Nachhaltigkeit als Leitmotiv des Vereins ein. Heute engagieren sich rund 60 Mitglieder bei „Pro Mölltal“, etwa zur Hälfte Einheimische und zur Hälfte „Ausheimische“, Mitglieder mit Mölltaler Wurzeln . Dem Vorstand gehören neben Sabine Seidler unter anderem der ehemalige Leiter des kärnten.museums Igor Pucker, Melitta Fitzer, der frühere Mittelschuldirektor Gustav Tengg, Künstler Max Seibald, Hanna Watzl sowie ORF-Kärnten-Redakteur Konrad Weixelbraun an. Der Verein hat seinen Sitz im ehemaligen Kloster Döllach. Dort befinden sich auch die Büros von KEM und KLAR! sowie eine Klimabibliothek. Künftig möchte sich der Verein noch intensiver mit der Kreislaufwirtschaft beschäftigen und weitere regionale Kooperationen fördern. Projektideen aus der Bevölkerung sowie Impulse des Klima- und Energiefonds sollen dabei gezielt aufgegriffen werden.

Festakt im Schlössl Großkirchheim

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens lädt „Pro Mölltal“ am Samstag, 15. August zu einer Reihe an Veranstaltungen bei freiem Eintritt. Den Auftakt bildet die Ausstellung „Ordnung durch Reduktion“ von Max Seibald im „My Space 192“ in Döllach. Um 18 Uhr diskutiert der Künstler gemeinsam mit Architekt Gerhard Kopeinig sowie Designer und Tischlermeister Max Pichler über die Frage: „Wie wollen wir eigentlich hier leben – und was hat Gestaltung damit zu tun?“ Im Mittelpunkt stehen Baukultur, Handwerk und Design als prägende Elemente unserer Lebensräume. Bereits um 14 Uhr beginnt im Schlössl Großkirchheim der offizielle Festakt mit einem Meet & Greet, musikalischer Umrahmung und einer Lesung von Antonio Fian im Rahmen des Kärntner Jahres der Literatur. Das Literatura Mobil präsentiert „Kärntens beste Bücher“. Nach Kaffee und Kuchen besteht außerdem die Möglichkeit, das ehemalige Kloster Döllach zu besichtigen.

 

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