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09. April 2026

Neuer Landeshauptmann, neue Landesrätin, neue Tafel

Mit 22 von 34 Stimmen wurde der bisherige Landesrat Daniel Fellner (SPÖ) im Landtag zum Landeshauptmann gewählt. Auf seine Landesrat-Stelle rückt die ehemalige Lendorfer Bürgermeisterin Marika Lagger-Pöllinger nach. Fellner beschritt Tags darauf den Weg zum Bundespräsidenten, um sich als neuer LH angeloben zu lassen – und stellte am Nachhauseweg ein verlorenes „Kärntner Wahrzeichen“ wieder auf.

„nach Kärnten“ und ein Pfeil in Richtung Heimat. Die Tafel an der A2 bei Wien steht wieder. Letzte Woche hat sie der neue LH im Zuge seiner Angelobung wieder aufgestellt, nachdem sie im Vorjahr (schon zum zweiten Mal) „gefladert“ wurde. Was es genau damit auf sich hat, unten: Foto: BMIMI/Holzer

„Ich gelobe, die Verfassung und die Gesetze des Landes und des Bundes getreu zu beachten und meine Pflichten nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen“ – so lautete die Formel, mit der Kärntens neuer Landeshauptmann Daniel Fellner am 7. März im Landtag auf die Verfassung angelobt wurde. 22 Abgeordnete von 34 anwesenden Abgeordneten haben ihn entsprechend den Vorgaben der Verfassung gewählt – alle gültig. Den Stolz auf das Bundesland möchte Fellner wieder stärker ins Bewusstsein rücken – eine der selbstgestellten Aufgaben des neuen Landeshauptmanns, der auch ein Verfechter der europäischen Idee ist. Fellner wird in der Landesregierung Kaisers EU-Agenden übernehmen, sich aber auch um die Landesamtsdirektion, die Bereiche Arbeitsmarkt, Forschung und Entwicklung inklusive Beteiligungen, internationale Angelegenheiten, Volksgruppen, Digitalisierung, Katastrophenschutz, Flüchtlingswesen und Integration sowie Sport kümmern. Die strategische Landesentwicklung und das Personal wird er gemeinsam mit LH-Stv. Martin Gruber verantworten. Fellners Arbeitsweise werde sich von der seines Vorgängers unterscheiden, er will „auf dem aufbauen, was (von Peter Kaiser, Anm.) geschaffen wurde“.

Lendorfs Bürgermeisterin auf Regierungsbank

Marika Lagger-Pöllinger, bisher Bürgermeisterin in Lendorf und Dritte Landtagspräsidentin, ist nun Teil der Kärntner Landesregierung. Ihre Wahl zur Landesrätin (ebenfalls am 7. April) erfolgte mit 22 von 34 abgegebenen Stimmen (1 ungültig). Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe sie für Ihr neues Amt ihr Bürgermeisteramt aufgegeben. „Lendorf ist meine Heimat, und die Arbeit für die Menschen hier war mir immer eine große Freude“, so Lagger-Pöllinger. Als Nachfolger in Lendorf schlug Lagger-Pöllinger den bisherigen 1. Vize-Bgm. Simon Pleschberger vor. In ihrer neuen Funktion als Landesrätin übernimmt sie die Zuständigkeiten für Gemeinden, Klima und Naturschutz sowie die Wasserwirtschaft. Als Gleichstellungs- und Frauenreferentin werde sie auch eine starke Stimme für die Anliegen der Frauen in Kärnten sein.

Nach VDB: „nach Kärnten“-Tafel aufgestellt

Wer früher in Wien zu tun hatte, wird sie kennen: Die grüne Tafel mit der Aufschrift „nach Kärnten“ auf der A2 Südautobahn. Lange Zeit war sie für heimfahrende Kärntner ein erwärmendes Symbol für die Heimat, wenn sie von Wien aus ihre Heimreise antraten. 1989 wurde sie erstmals auf Initiative des damaligen Landeshauptmanns Jörg Haider dort aufgestellt, doch bald danach war sie verschwunden. Schon 2002 mussten Haider und der damalige Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler ausrücken und eine zweite Tafel anbringen. Auch diese Tafel wurde im Vorjahr von Unbekannten abmontiert. Nach Fellners Besuch bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seiner recht zackig durchadministrierten Angelobung traten Fellner, Verkehrsminister Peter Hanke und ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl an, um eine neue zu montieren. Die Tafel stehe „für unsere Identität, unser Selbstbewusstsein und für das, was Kärnten ausmacht“, betonte der neue Landeshauptmann.

 

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