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08. April 2026

Sieben Wolfsabschüsse in drei Monaten

84-mal mussten Wölfe aus bewohntem Gebiet vergrämt werden. Sieben Risikowölfe wurden im ersten Quartal 2026 bereits in den Bezirken Villach-Land, Spittal und Hermagor entnommen.

In Kärnten hat Meister Isegrim nichts zu lachen. Foto: Pixabay

Das Land Kärnten veröffentlichte kürzlich die Zahlen zum Wolfsmanagement, diese zeigen ein „dynamisches Wolfsgeschehen“. Vom 1. Jänner bis 31. März wurden sieben als „Risikowölfe“ eingestufte Wolfsindividuen entnommen: Vier im Bezirk Hermagor, zwei im Bezirk Spittal, einer im Bezirk Villach-Land. Den Entnahmen seien laut Land Kärnten Vergrämungsschritte vorausgegangen. Insgesamt 84 Vergrämungen wurden gemeldet und dokumentiert. 20 Entnahmen wären möglich gewesen. Man erkenne, dass das Wolfsgeschehen auch außerhalb der Weidesaison „dynamisch“ ist, verdeutlichte Jagdreferent LH-Stv. Martin Gruber. Die in Kärnten geschaffenen rechtlichen Möglichkeiten – die „Kärntner Wolfsverordnung“ – haben sich laut Gruber auch im Winter bewährt.

Quartalsbericht ab heuer online

Bei jeder der sieben bisherigen Wolfsentnahmen sei die Einhaltung der Kärntner Risikowolfsverordnung genauestens überprüft worden. Sachverständige nehmen auch bei jeder Begutachtung DNA-Proben, um weitere Monitoringdaten zu gewinnen. Die in Kärnten gesammelten Daten fließen in den jährlichen „Statusbericht Wolf“ des Österreichzentrums Bär, Wolf und Luchs ein. Der Quartalsbericht wird ab diesem Jahr auf der Homepage des Landes veröffentlicht. Zum Vergleich: Im Vorjahr 2025 wurden in Kärnten 13 Wölfe erlegt. Dem gegenüber stehen 127 Nutztierrisse während der Weidesaison durch Wölfe gegenüber. Eine Höchstzahl erreichten die Nutztierrisse im Jahr 2022 mit 398 nachweislich von Wölfen getöteten Tieren alleine in Kärnten (Quelle: Quartalsbericht).

 

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