Der Sommer 2026 steuert auf einen historischen Spitzenplatz zu. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es der heißeste Sommer der Messgeschichte.
Laut Analysen des privaten Wetterdienstes „Tauernwetter“ mit Sitz in Mallnitz soll der Sommer 2026 alle bisherigen österreichischen Rekorde brechen. „Tauernwetter“ zeigt dies anhand einer Temperatur-Aufstellung seit dem Jahr 1999. Die Abweichung in Österreich liegt heuer bei rund plus 2,7 Grad gegenüber dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Die bisherigen Rekordsommer 2024 und 2003 erreichten am Ende „nur“ plus 2,2 Grad. „Nach unserer Auswertung stehen die Chancen bei gut 80 Prozent, dass 2026 der wärmste Sommer der Messgeschichte wird“, schreibt Mag. David Kaufmann von „Tauernwetter“. Für Kärnten und Osttirol sei das Rennen noch etwas offen, weil das Jahr 2024 mit plus 2,28 Grad eine Spur höher lag.
„Rekord“ in Gefahr?
Der Rekord würde sich nicht ausgehen, wenn der August ab Monatsmitte um etwa einen halben Grad unter dem Mittel liegen würde – sprich: etwas kühler ausfallen würde. Die Modelle würden aber derzeit nichts davon zeigen. „Das amerikanische Ensemble rechnet danach mit Temperaturen um oder leicht über dem Mittel, das europäische hält die Warmluft sogar noch länger im Land“, schreibt Kaufmann. Endgültig bilanziert wird Anfang September, sobald die Messdaten für den kompletten August vorliegen.