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03. August 2026

„Ich gelobe“ in der Gemeinde Kleblach-Lind

Rund 250 Rekruten des Österreichischen Bundesheeres wurden letzten Freitag, am Sportplatz in der Gemeinde Kleblach-Lind angelobt.

Fotos: Land Kärnten/Willi Pleschberger, Harald Angerer

Seitens der Kärntner Landesregierung waren dabei Landeshauptmann Daniel Fellner, Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger und Landesrat Sebastian Schuschnig anwesend. Die jungen Soldatinnen und Soldaten sind im Juni und Juli 2026 bei den Kärntner Einheiten und Verbänden eingerückt. Fellner drückte in seiner Ansprache die Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber den Rekruten aus, weil sie bereit seien, für die Sicherheit und Verteidigung Österreichs da zu sein. „Es ist ein beeindruckendes Bild: der Radlberg, die Reißeckgruppe und davor die geballte Kraft der Rekruten, des Bundesheeres und des Ehrenamts“, so der Landeshauptmann, auch die angetretenen Vereine und Einsatzkräfte mit ansprechend. Er betonte, dass es sich lohne, für die friedliche Umgebung mit den guten Nachbarn, für Demokratie und Freiheit zu kämpfen. „Ich spreche aber nicht nur vom Kämpfen mit der Waffe. Es geht auch um Fortbildung, Lesen, kritisches Hinterfragen, um die sogenannte geistige Landesverteidigung.“ Fellner sagte, dass Frieden, Demokratie und freie Wahlen keine Selbstverständlichkeit seien und täglich aufs Neue verteidigt werden müssen. „Ich blicke mit Stolz auf euch“, richtete er sich an die Rekruten, unter denen heute auch sein Sohn war.

Kärntens Militärkommandant Brigadier Philipp Eder sagte, dass nach den „Jahren des Kaputtsparens“ das Bundesheer endlich in der Lage sei, die Verteidigungsfähigkeit wieder herzustellen – „die es eigentlich immer hätte haben müssen“. An die Rekruten appellierte er, sich nach dem Wehrdienst in Kader oder Miliz weiter zu verpflichten. Er ging zudem auf die von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung des Wehrdienstes ein. Diese sei für die Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit Österreichs essenziell, insbesondere durch die Milizübungen. Ebner merkte aber auch noch an, dass er sich eigentlich das Modell 8+2 gewünscht hätte.

Für die Gemeinde Kleblach-Lind begrüßte Bürgermeister Manfred Fleißner alle Anwesenden. Die Rekruten bezeichnete er als wertvollen und unverzichtbaren Teil der Gesellschaft. Zudem hob er die Bedeutung des gemeinsamen Europas für die Friedenserhaltung hervor.

Worte der Besinnung sprachen die Militärgeistlichen Anselm Michael Kassin und Johannes Hülser. Der Militärkommandant persönlich verlas die Gelöbnisformel. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Militärmusik Kärnten unter Leitung von Oberst Dietmar Pranter und die Trachtenkapelle Lind. Mitgewirkt haben auch die Feuerwehren, Traditionsträger, die Landjugend und mehrere Vereine der Region. Die Angelobung wurde vom Militärkommando Kärnten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kleblach-Lind und dem Villacher Führungsunterstützungsbataillon 1 organisiert.

Die Rekruten stammen vom Pionierbataillon 1 aus der Rohr-Kaserne in Villach, vom Stabsbataillon 7 aus der Georg Goëss-Kaserne in Klagenfurt, vom Jägerbataillon 24 aus der Haspinger-Kaserne in Lienz, von der Sanitätslehrkompanie des Sanitätszentrums Süd aus der Laudon-Kaserne in Klagenfurt und von der Stabskompanie des Militärkommandos Kärnten sowie Militärmusik Kärnten aus der Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt.

Unter den zahlreichen Anwesenden waren der zweite Landtagspräsident Christoph Staudacher, die Landtagsabgeordneten Erwin Angerer und Michael Maier, die Nationalratsabgeordneten Tina Berger und Dagmar Belakowitsch, Spittals Bezirkshauptmann Markus Lerch und Dechant Herbert Burgstaller.

 

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