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12. August 2026

Gemma Sonnenfinsternis schaun!

 Heute um 19:26 Uhr beginnt die Sonnenfinsternis, gegen 20:15 Uhr ist der Höhepunkt erreicht. Je nach Standort sind dann 86 bis 89 Prozent der Sonne bedeckt.

Wolkenbedeckung während der Sonnenfinsternis über Österreich. Grafik: Tauernwetter

So deutlich war eine Sonnenfinsternis in Österreich zuletzt am 11. August 1999 zu sehen. Allerdings gibt es für Beobachter in Österreicheinen kleinen Haken: Der Höhepunkt der Sonnenfinsternis fällt fast genau mit dem Sonnenuntergang zusammen. Der Wetterdienst „Tauernwetter“ mit Sitz in Mallnitz hat für die jeweiligen Beobachtungs-Standorte die optimalen Zeiten errechnet.

Im Osten Österreichs ist die Sonne bereits untergegangen, bevor die Sonnenfinsternis ihr Maximum erreicht, im Westen steht sie nur noch ein bis zwei Grad über dem Horizont. In Wien geht die Sonne um 20:15 Uhr unter – exakt dann, wenn die Sonnenfinsternis ihren größten Wert erreicht. Sichtbar sind dort also nur die letzten Minuten davor, mit etwa 85 Prozent Bedeckung knapp über dem Horizont. In Graz und Klagenfurt ist es ähnlich. In Innsbruck steht die Sonne beim Maximum noch gut einen Grad hoch, in Bregenz gut zwei.

Die Zeiten im Überblick (Beginn / Maximum / Bedeckung)

  • Bregenz: 19:27 / 20:18 / 89 %, Sonnenuntergang 20:41 Uhr
  • Innsbruck: 19:27 / 20:18 / 89 %, Sonnenuntergang 20:34 Uhr
  • Lienz: 19:28 / 20:18 / 89 %, Sonnenuntergang 20:28 Uhr
  • Mallnitz: 19:27 / 20:18 / 88 %, Sonnenuntergang 20:28 Uhr
  • Salzburg: 19:26 / 20:17 / 88 %, Sonnenuntergang 20:28 Uhr
  • Linz: 19:25 / 20:15 / 87 %, Sonnenuntergang 20:24 Uhr
  • Klagenfurt: 19:28 / 20:18 / 88 %, Sonne beim Maximum bereits untergegangen
  • Graz: 19:27 / 20:17 / 88 %, Sonne beim Maximum bereits untergegangen
  • Wien: 19:25 / 20:15 / 86 %, Sonne beim Maximum bereits untergegangen

Wolkenloser Himmel über fast ganz Österreich

In fast ganz Österreich ist die Sicht gut bis ausgezeichnet, im Flachland und im Osten bleibt es nahezu wolkenlos. Etwas anders schaut es stellenweise im Süden aus – über Kärnten, Osttirol und entlang der Alpensüdseite rechnet das Modell mit einigen Quellwolken, die den Blick zur Sonne zeitweise etwas trüben können. Ein Gewitter bildet sich, wenn überhaupt, nur ganz vereinzelt.

Nur nicht „verblitzen“

Für den Blick in die Sonne braucht es zwingend eine geprüfte Sonnenfinsternisbrille nach EN ISO 12312-2, auch wenn die Sonne tief steht und rot erscheint. Eine normale Sonnenbrille reicht nicht, und wer ein Fernglas oder Teleobjektiv nutzt, muss den Filter vor der Linse anbringen. Ein kleiner Tipp: Unter Laubbäumen wirkt jede kleine Lücke zwischen den Blättern wie eine Lochkamera – statt runder Lichtflecken liegen während der Sonnenfinsternis viele kleine Sonnensicheln auf dem Boden.

 

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