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11. August 2026

Eröffnung des Themenwanderwege­s zum Veneterstein

Im fünfzehnten Jahr seines Bestehens nahm der Via Julia Augusta Kultursommer die Archäologie in sein Programm auf und lud zur Vorstellung des neuerrichteten Themenwanderwegs 403a, des Theodor Mommsen-Wegs von Mauthen auf die Missoriaalm.

Die Reste des Venetersteins.

Die dortige archäologische Fundstelle ist wohl eines der bestgehüteten Geheimnisse des Oberen Gailtals. Sie markiert eine vorrömische Transitroute, die den nördlichen Voralpenraum mit der Poebene verband und von der Reichenhaller Gegend, wo das begehrte Exportgut Salz in großen Mengen zur Verfügung stand, über das Hochtor, den Gailberg und den Plöckenpass nach Italien führte. Am nördlichen Auslauf der vorrömischen Plöckenstraße wurde vor etwa 170 Jahren ein Felsblock entdeckt, auf dem sieben Namen in venetischer Schrift, vermutlich von durchreisenden Händlern, lesbar waren. Der bedeutende Altertumswissenschaftler Theodor Mommsen veröffentlichte den Fund 1858.

Früher "internationaler" Handel

Das Archäologieereignis begann im Alpenvereinszentrum in Mauthen, wo ein buntes Publikum aus interessierten Einheimischen sowie Gästen und eigens angereisten Fachleuten in kurzen Impulsvorträgen auf die Bedeutung dieses einmaligen Kulturdenkmals eingestimmt wurde. Unter Musikbegleitung der Mauthner Jugendmusikkapelle sowie dem Laien-Akkordeonorchester Walletschek machte man sich dann bei strahlendem Sommerwetter auf den Weg  zum Fundort Veneterstein, wo der Ehrengast des Tages, der Archäologe Dr. Ortolf Harl, das Obere Gailtal in den größeren Zusammenhang des vorrömischen und römischen „internationalen“ Handels und der Kulturbegegnung stellte. Im Zeichen des kulturellen Wandertages stand der musikalische Abschluss auf der sogenannten Märchenwiese unweit des Fundortes.

 

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