„Brennen für das Leben“ – so heißt die Wanderausstellung, die vom 12. bis 19. April in Spittal zu sehen ist.
Nach mehr als 500 Jahren nach den Ereignissen der Täuferbewegung kehrt deren Erbe nach Spittal zurück. Anfang April präsentiert der Verein für Täufergeschichte in Österreich zusammen mi tder katholischen Kirche im Pfarrsaal Spittal die Wanderausstellung „Brennen für das Leben“. Sie beleuchtet die Geschichte der Täuferbewegung, die in Spittal ihren Ausgang nahm. Im 16. Jahrhundert war unsere Region ein Brennpunkt der Täuferbewegung. Prominentester Zeuge dieser Zeit ist wohl Jakob Hutter, der die Täufer-Gemeinden der Hutterer in den USA und Kanada mit rund 60.000 Mitgliedern begründete. Die Ausstellung soll eine Brücke bauen von Spittals lokaler Geschichte zu einer weltweiten Bewegung, die heute als Vorläufer moderner Freikirchen gilt.
Von Bibel bis Folterwerkzeuge
Ein Highlight der Ausstellung ist der Original-Nachbau einer Gutenberg-Druckerpresse von 1445, weiters gezeigt werden historische Artefakte, Bibeln und Zeugen der dunkleren Kapitel, wie Ketzergewänder und Folterwerkzeuge, die damals der harten Verfolgung der Täufer dienten. Die Täuferausstellung war bereits im Stephansdom zu sehen und wird in Spittal u. a. von der Calvary Chapel, den Siebenten-Tages-Adventisten, der katholischen und evangelischen Kirche getragen. Zu sehen ist diese von Montag bis Donnerstag von 12 bis 19 Uhr, Freitag und Samstag von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 12 bis 17 Uhr.