Seit gestern Freitag, 27. März sind 160 Feuerwehrleute in der Gemeinde Winklern im Mölltal bei der Bekämpfung eines Waldbrandes oberhalb der Ortschaft Namlach im Einsatz.
Durch eine Sturmböe wurde um 14:30 Uhr eine Stromleitung, die über einen Berghang zu einer Siedlung oberhalb der Ortschaft Namlach führt, umgerissen. Dadurch wurde die umliegende Waldfläche in Brand gesetzt. Bedingt durch den starken Wind hat sich das Feuer schnell ausgebreitet.
160 Feuerwehrleute im Einsatz
Von der örtlichen Einsatzleitung wurden daraufhin aus dem ganzen Abschnitt des Oberen Mölltales die Feuerwehren alarmiert und der Hubschrauber des Bundesministerium für Inneres angefordert. Bis zum Einbruch der Dunkelheit haben rund 160 Feuerwehrleute im steilen Gelände unterstützt durch den Hubschrauber versucht die Flammen unter Kontrolle zu bringen. 30.000 Liter Wasser wurden durch die Hubschrauberflüge auf die ca. 4 Hektar große betroffene Fläche geflogen. Die Einsatzkräfte haben zwei Zubringerleitungen mit jeweils über 2.500 Meter Länge vom Möllfluß bis zur Brandstelle verlegt.
Die 6 Häuser oberhalb des Einsatzgebietes hatten bis Samstag keinen Strom. Der Netzversorger hat am Samstag Vormittag eine Notstromversorgung eingerichtet. Über Nacht wurden Sprinkleranlagen in Betrieb genommen. Wegen der niederen Temperaturen und dem abflachenden Wind hat sich der Brand über Nacht nicht weiter ausgebreietet. Jedoch sind einige Leitungen und Geräte durch die tiefen Temperaturen vereist.
Schwieriges Gelände
Am Samstag wurden die Löscharbeiten mit rund 120 Feuerwehrleuten und dem Hubschrauber des BMI ab 6 Uhr früh fortgesetzt. Hunderte Glutnester im Boden mussten aufgegraben und abgelöscht werden. Bäume dei im Inneren brannten wurden gefält, aufgeschnitte und abgelöscht. Im steielen Gelände war dies Schwerstarbeit für die Feuerwehrleute. Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober: „Schier unglaublich was die Feuerwehrleute und die Hubschrauberpiloten bei diesen widrigen Bedingungen geleistet haben. Daher mein großer Dank an alle freiwilligen Helfer und auch für die Unterstützung durch das BMI, die Polizei und das Rote Kreuz vor Ort! Obwohl die Nachlöscharbeiten möglicherweise noch Tage dauern wird, ist die Gefahr gebannt!“.
Am Samstag 12 Uhr standen aktuell 9 Feuerwehren, das Raote Kreuz, Polizei und 2 Hubschrauber des BMI, in Summe 130 Männer und Frauen im Einsatz.