Nach der ersten Aprilwoche wird der Grenzübergang am Nassfeld gesperrt. Etwas länger dauern könnten die Bauarbeiten am Plöckenpass. Ob dieser über die Karwoche und das Osterwochenende aufgeht, ist noch nicht bekannt.
Bauarbeiten auf der italienischen Seite (es werden einige Kehren und Brücken saniert) sind der Grund für die Sperre des Nassfeldpasses und damit des Grenzüberganges zu Italien. Die Sperre soll von Dienstag, 7. April bis voraussichtlich Montag, 15. Juni dauern, informieren die BH Hermagor und auch der ÖAMTC in seinem Verkehrsservice. Auf Österreichischer Seite kann man weiterhin bis zur Staatsgrenze vorfahren. Der Nassfeldpass wird während den Sperren des Plöckenpasses gerne als Ausweichroute nach Italien genutzt. Da aber die Bauarbeiten am Plöckenpass noch längst nicht abgeschlossen sind, gibt es mit der Sperre beider Pässe nun keine direkte Verbindung zwischen dem Gailtal und dem benachbarten Friaul mehr, außer man weicht großräumig über die Autobahn A2 (Villach) aus.
Öffnung in der Karwoche?
Seit 19. Jänner ist der Grenzübergang über den Plöcken aufgrund der Wiederherstellungsarbeiten nach dem Felssturz im Dezember 2024 wieder gesperrt. Als offizieller Öffnungstermin gab die italienische Straßenbaubehörde ANAS im Jänner den letzten März-Tag aus. „Laut der letzten Ordinanza der ANAS sollte der Plöckenpass am 31. wieder aufgehen“, sagt Plöcken-Netzwerker Ingo Ortner aus Kötschach-Mauthen (ploeckenpass.at), der bei der ANAS regelmäßig nachfragt und auch die Wirtschaft und Gemeindepolitik im Gailtal mit Infos aus Italien versorgt. Jetzt kurz vor Ostern und dem offiziellen Öffnungstermin gibt es aber noch keine aktuellen Informationen, ob der Termin auch tatsächlich hält. „Die Dauer der aktuell noch aufrechten Sperre der Plöckenpass Straße (B110) nach Italien sei noch nicht absehbar“, schreibt das ÖAMTC Verkehrsservice online. Einen Mangel an Information in dieser Sache beklagte auch Kötschach-Mauthens Bürgermeister Josef Zoppoth gegenüber dem ORF.
Felssturz verzögerte Arbeiten
Die Bauarbeiten am Plöcken sind, wenn man sich die Bilder, die in den sozialen Medien kursieren anschaut, noch länger nicht abgeschlossen. Probleme bereiteten erneute Felsstürze Ende Feber, wegen der ungünstigen Wetterlage kamen die Arbeiten der ANAS auch nur schleppend voran. Das Wackeln des ausgegebenen Öffnungstermins vermutet Ortner auch aufgrund informeller Informationen, z. B. von der Wirtin des Restaurants „Al Valico“, das Wirtin Assunta Mentil am Plöcken betreibt und die regelmäßig Kontakt mit den Arbeitern auf der Plöcken-Baustelle hat. Jedenfalls nimmt die ANAS insgesamt über 20 Mio Euro für die Wiederherstellung der Plöckenstraße auf italienischer Seite in die Hand, auch eine Notstraße sei laut Ortner in Fertigplanung. Was eine zukünftige und dauerhafte Plöckenlösung betrifft, verwies Kärntens Straßenbaureferent LH-Stv. Martin Gruber bei einem Pressetermin im Straßenbauamt in Spittal auf die Ergebnisse der bilateralen Arbeitsgruppe, die einen Scheiteltunnel und eine Alternativtrasse noch abwägt. Der Ball liege bei den Italienern, die Finanzierung müsse über EU und Bund erfolgen, wiederholte Gruber dort.