Skip to main content
10. September 2026

Als das junge Kaiserpaar in Hermagor war

Ein denkwürdiges Ereignis gab es vor 170 Jahren in Hermagor: Das junge Kaiserpaar, Kaiser Franz Joseph und seine Frau Elisabeth (Sisi), waren und logierten hier.

Von Karl Brunner

An der Außenwand der heutigen Pension Frenzl („Kaiser von Österreich“) in Hermagor (nahe der Pfarrkirche) ist das Porträt von Kaiser Franz Joseph zu sehen´. Foto: k.brunner

So heißt hier seither das Haus bzw. die heutige Pension: „Kaiser von Österreich“ (es ist die Pension von Birgit Frenzl). Gegenüber der Pfarrkirche von Hermagor auf der Hauswand dieser Pension und des früheren Hotels ist das Kaiserporträt zu sehen, darunter mit dem Datum 9. September 1856 versehen. In der Eingangshalle dieses Hauses ist die an der Wand zu lesende (hier wörtliche) Inschrift nicht zu übersehen: „Im Jahre 1856 am 8. September um 4 Uhr Nachmittags trafen auf der Rückreise vom Großglockner bei Heiligen Blut Ihre Kaiserliche Majestäten Franz Josef I. und Elisabeth hier ein, Höchstdieselben geruthen samt Hofstaat in diesem Hause zu übernachten und setzten am 9. um ½ 10 Uhr vormittags die allerhöchste Reise bis Klagenfurt fort“. 

Über den Kreuzberg

Wie bekannt, machten Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth („Sisi“) eine beschwerliche Reise (per Kutsche bzw. zu Pferd, auch zu Fuß) von Wien durch Kronländer auch nach Kärnten, bis nach Heiligenblut und ins Glocknergebiet. Der Kaiser ging bis zum heutigen „Kaiserstein“ auf der (seither auch nach ihm benannten) Franz-Josefs-Höhe. Die Kaiserin blieb auf der heutigen „Elisabethruhe“ (zuvor „Brettboden“) zurück.  Im Besucherzentrum auf der Franz-Josefs-Höhe werden heuer anlässlich des 170. Jahrestages des Kaiserbesuchs zwei eindrucksvolle Ausstellungen – der Volltreffer berichtete – gezeigt: „Gipfeltreffen Eurer Majestäten“ (also: „der Kaiser und seine Majestät der Großglockner“) und „Tafeln wie ein Kaiser“ (über Essgewohnheiten am Hof). Zurück ging die Reise über Heiligenblut, Winklern, Iselsberg, Nikolsdorf, weiter durchs Drautal, dann über den Kreuzberg (am Aussichtspunkt auf den Weißensee befindet sich auch eine Erinnerungstafel) hinunter ins Gitschtal und nach Hermagor, vor hier am nächsten Tag weiter nach Arnoldstein, Villach und Klagenfurt. In vielen Orten wurden sogenannte Triumpfpforten oder Ehrenpforten als Willkommenszeichen und als Orte der Begrüßung und des festlichen Empfangs errichtet, so u.a. auch in Hermagor. Zur kaiserlichen Reise insgesamt erfährt man aus dem offiziellen Reisebericht u.a. dies: „…Da wollte der Kaiser aber seiner geliebten Gemahlin sein schönes Oesterreich zeigen, er wollte die liebenswürdige Kaiserin zu seinen Völkern führen, die längst schon nach ihrem Anblick sich sehnten…“

 

Kommentar verfassen

Sie können nun auf das Kommentar von "Some User" antworten.