Leicht rückläufige Schülerzahlen und einige Neuerungen begleiten den Schulstart 2026/27.
Am Montag starten rund 67.400 Schülerinnen und Schüler in Kärnten wieder der Schulalltag. 42.069 davon besuchen eine allgemeinbildende Pflichtschule, 25.366 eine weiterführende Bundesschule. 7,8 Prozent starten erstmals schulpflichtig in ein Schuljahr; 3,7 Prozent besuchen eine Maturaklasse. Die Schülerzahlen verteilen sich auf 3.508 Klassen, 2.383 im Allgemeinen Pflichtschulbereich und 1.125 in höheren Bundesschulen. Die Zahlen sind wie schon in den vergangenen Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung leicht rückläufig.
Schulsozialarbeit bis Kopftuchverbot
Zu den Neuerungen heuer zählt die verpflichtende Suspendierungsbegleitung bei grobem Fehlverhalten in der Schule. In Kärnten übernehmen dabei insbesondere Schulsozialarbeit und Schulpsychologie eine wichtige Rolle. Für Jugendliche, die nach erfüllter Schulpflicht die Schule vorzeitig verlassen oder ausgeschlossen werden, sind zudem Perspektivengespräche vorgesehen. Mit dem neuen Schuljahr startet an größeren Pflichtschulen außerdem das sogenannte „mittlere Management“. Lehrkräfte können administrative und organisatorische Aufgaben übernehmen und damit Schulleitungen entlasten. Ab 2027/28 soll das Modell auf weitere Pflichtschulen ausgeweitet werden. Auch die Deutschförderung wird neu aufgestellt. Schulen erhalten mehr Spielraum, um Fördermaßnahmen entsprechend ihrer jeweiligen Situation und der Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Bereits in Kraft getreten ist das gesetzliche Kopftuchverbot für Schülerinnen bis zum 14. Geburtstag. „Für mich gilt: Gespräch vor Strafe. Wir setzen auf Dialog und das in Kärnten gelebte Miteinander“, betonte Bildungsreferent LR Peter Reichmann. In Kärnten seien aber nur rund 0,007 Prozent der Schülerinnen von der neuen Regelung betroffen.