Mit einem feierlichen Festakt wurde das neue Einsatzboot der Wasserrettungs-Einsatzstelle Döbriach in Dienst gestellt. Rund 220.000 Euro kostete der neue Einsatz-Katamaran, der mit seinen 200 PS und vielen technischen Raffinessen künftig zur Sicherheit am Millstätter See beitragen wird.
„Valeria“ – so lautet der Name des neuen Einsatzbootes. Im Zuge des Festaktes an der Einsatzstelle in Döbriach wurde nicht nur der Bootsname enthüllt, es erfolgte auch eine traditionelle Bootstaufe. Zahlreiche Ehrengäste gaben sich zur Freude von Einsatzstellenleiter Bernd Pucher und seinem Team die Ehre, darunter Sponsoren, Vertreter befreundeter Einsatzorganisationen, Bgm. Michael Maier, Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig oder der Präsident der Kärntner Wasserrettung, Markus Bräuhaupt. Die ökumenische Segnung des Einsatzbootes vollzogen Pater Slavomir Czulak und Jörg Hiltner, mit Sektflaschen „bewaffnet“ schritten die Taufpatinen Karoline Fürstauer und Lisa Kern zur Tat. Die Gruppe Nockxsång und der Musikverein Döbriach sorgten für die musikalische Umrahmung.
„die Starke“
Der Bootsname „Valeria“ stammt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „die Starke“. Ein passender Name für den brandneuen Katamaran mit Aluminium Hülle, denn angetrieben wird das Boot mit der Typenbezeichnung „Faster“ (schneller) von zwei 100 PS Suzuki Bootsmotoren, die über Wasser bis zu 60 km/h schaffen. „Valeria“ ist dazu noch bestens ausgerüstet. Mit einer hydraulischen Bugklappe können Personenrettungen im schwer zugänglichen Uferbereich durchgeführt werden, ein Echolot und große Such- und Arbeitsscheinwerfer erleichtern das Auffinden zu bergender Personen im Wasser und – nicht zu vernachlässigen – eine Kabine mit Heizung garantiert den Ganzjahresbetrieb des neuen Bootes. Mit an Bord sind natürlich diverse Rettungsgeräte, eine Sanitätsausrüstung, Notfallsauerstoff, ein sogenanntes „Spineboard“ (Trage-ähnliches Rettungsgerät) und Platz für Tauchgerätschaften.
Ein Drittel des Jahresbudgets
Das alte Einsatzboot der Wasserrettung Döbriach hat nach 30 Jahren seinen Dient getan. „Valeria“ wurde schließlich 2024 bestellt, was allerdings keine ganz einfache Angelegenheit war. Die Stadtgemeinde Radenthein und der Landesverband der ÖWR beteiligten sich an der Finanzierung, aber es fehlten immer noch 130.000 Euro, die durch Spender und Sponsoren aufgetrieben wurden. Die Anschaffung des neuen Bootes entspricht rund einem Drittel des Jahresbudgets der Kärntner Wasserrettung, sagte Landesleiter Bräuhaupt. Ohne Schulterschluss wäre diese Anschaffung nicht möglich gewesen. Seine Freude über das neue Einsatzboot drückte auch Einsatzstellenleiter Bernd Pucher aus. „Valeria“ – „die Starke“ repräsentiere Werte des Döbriacher Vereins, in dem 63 ehrenamtlichen Mitglieder aktiv sind.