Mit 14. September soll es zwischen Mallnitz und Spittal nur mehr eine S-Bahn Verbindung geben, der Nachmittagszug wurde gestrichen.
Die Regionalzugverbindung im Unteren Mölltal zwischen Mallnitz und Spittal wurde in den letzten Jahren sukzessive ausgedünnt. Zuletzt fuhren nur mehr zwei Zugpaare – ein Schüler- und Pendlerzug am Morgen und einer am späteren Nachmittag. Und dieser Nachmittagszug soll zu Schulbeginn mit 14. September nun gestrichen werden. „Es wurde noch nirgendwo offiziell verlautbart, aber in der elektronischen Fahrplanauskunft ist der Zug schon nicht mehr enthalten“, sagt Richard Huber vom Verein „Zukunft Regionalverkehr Möllal“. Gerade zum Schulbeginn sei das ein Problem. Der Verkehrsverbund Kärnten und die Gemeinden hätten bis dato noch nicht darüber informiert. Von Seiten der betroffenen Gemeinden gehen jetzt die Wogen hoch: Bgm. Erwin Angerer (Mühldorf) spricht gegenüber dem ORF von einem „Anschlag auf den ländlichen Raum“. Kritik an der Streichung des Zuges kam auch von Bgm. Stefan Schupfer (Reißeck). Von einer „Hiobsbotschaft für das Mölltal“ und einem „völlig falschen Signal für Schüler und deren Eltern, Pendler sowie Touristen“ spricht der 2. Landtagspräsident Christoph Staudacher in einer Aussendung und richtete an den zuständigen Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig die Forderung, hier tätig zu werden.
Zug nicht ausgelastet
Dass eine S-Bahn Verbindung so wie im Drautal „budgetär nicht drin ist“, sieht auch Richard Huber. Auch die Auslastung im Nachmittags-Zug (Ab: 17.04 Uhr) sei nicht sehr stark gewesen, räumte dieser ein. Vor allem, weil der Schnellzug Spittal-Mallnitz (Ab: 16.55 Uhr) nur wenige Minuten früher fährt. Der bleibt allerdings nicht in Pusarnitz, Mühldorf und Kolbnitz stehen. Vermehrt habe der Verein einen Schülerzug gefordert, der etwas früher von Spittal ins Mölltal fährt, z. B. um 13.35 Uhr, da um diese Zeit der Unterricht für die meisten Schüler endet. „2028 muss ein neuer Vertrag mit dem VVK geschlossen werden. Wir hoffen wir stark, dass man auch an das Mölltal denkt“, so Huber. Mit dem – meist überfüllten – Schülerbus sind die Schüler derzeit eine „geschlagene Stunde“ unterwegs, mit der Bahn würde es laut Huber nur 27 Minuten dauern.