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23. April 2026

Mölltaler Kurzfilmfestival

...stand auf dem Plakat des Kurzfilm- Festivals „Intuition Earth“ in Stall im Mölltal, welches heuer -zum vierten Mal ausgeschrieben - wiederum auf großes internationales Interesse stieß. 102 Einreichungen aus 32 Ländern trafen ein, davon wurden 21 Filme für die Präsentation im Veranstaltungssaal in Stall ausgewählt und von einer sechsköpfigen Jury und vom Publikum bewertet

Von Lilly Papsch

V. l.: Als Jury beim Kurzfilm- Festival in Stall im Mölltal fungierten Martin Schinagl (er übernahm auch die Moderation), Christian Rieder, Harald König, Mansur Sarsembayev (aus Kasachstan), Beate Himmelstoß und Igor Pucker. Helmut Michael Kemmer ist Festival-Gründer und Organisator.

Ein Kurzfilm soll künstlerisch orientiert sein. Zitat des Malers Paul Klee: „Die Aufgabe der Kunst ist nicht das Sichtbare wieder zu geben, sondern das Unsichtbare sichtbar zu machen“. Für die Vergabe von zehn Punkten standen die Raffinesse der Kameraführung und des Schnittes und die Erwägung, ob sich der Film „transportiert“ im Vordergrund. Der kürzeste Film dauerte etwas länger als eine Minute, der längste eine Viertelstunde. Diverse Themen wurden vor Augen geführt; auffallend ist der Trend zum erhobenen Zeigefinger den Schutz von Natur und Umwelt betreffend. Die Umsetzung der einschlägigen Problemstellung erfolgte auf unterschiedlichste Weise: dargestellt durch den ästhetischen Tanz über die Waben der gefährdeten Wildbiene (Robin Lancaster Bisio / USA); ein sich durch den „Bad Wood“ schleppendes Wesen aus Müllteilen (Jirì Hanzlicek / CZ); durch die Performance von gequälten, weil in Plastik versinkenden und in Netzen verfangenen, nach Befreiung ringenden menschlichen Bewohnern unseres Planeten (Ana Baer / Mexico) oder durch ein singendes Mädchen, schön zurechtgezupft  im Blumenfeld (Daniel Lir/ USA) u. s. w.

Siegerfilm aus Tschechien

Einige Filme (z. B. über die Beziehung einer Katze zu einem Fisch im Wasserglas) mischten lockere Abwechslung in den vorrangig pessimistischen Tenor der Beiträge. Aus Österreich kam „Between Lines“ – eine kritische Kontrastdarstellung des Tagesablaufs eines Jugendlichen mit und ohne Handy – von Jan Schenk daher. Die Jury fiel mit Beate Himmelstoß aus Bayern als einziger Jurorin eindeutig männerlastig aus. Nur sparsam wurde die Höchstpunktezahl vergeben. Ein Film über hungrige palästinensische Kinder an der Suppenkanone aber sprach mit zwischen neun und zehn Punkten schwankend am einheitlichsten an (Hamdi Khalil Elhusseini/ Palestina). Der Sieg ging schließlich mit „Bad Woods“ nach Tschechien. Helmut Michael Kemmer, Gründer und Organisator des Festivals, zeigte sich mit dem Erfolg der Kontinente übergreifenden Veranstaltung sehr zufrieden.

 

 

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