Über die Sommermonate werden die Bauarbeiten am Lieserschlucht-Radweg eingestellt. Vor der Sommerpause traf man sich zum Lokalaugenschein am technisch anspruchsvollsten Radweg Kärntens.
Der zuständige Straßenbaureferent LH-Stv. Martin Gruber informierte gemeinsam mit Spittals Bgm. Gerhard Köfer, Seebodens Vize-Bgm. Thomas Grasser sowie Straßenbau-Abteilungsleiter Volker Bidmon über den aktuellen Baufortschritt am Radweg durch die Lieserschlucht. Heuer wird bereits im zweiten Jahr an dem auf Kragplatten über dem Lieserfluss verlaufenden Radweg gebaut, insgesamt sind nun 60 Prozent dieser technisch anspruchsvollen Konstruktion fertiggestellt. Den endgültigen Baufertigstellungstermin gab Gruber mit 2028 an. Der Lieserschlucht-Radweg gehört zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten am Kärntner Radnetz, damit soll im Raum Spittal-Millstätter See eine sichere Verbindung zwischen dem Drauradweg R1, der Seenschleife und dem Gegendtalradweg geschaffen werden. Insgesamt fließen 23,2 Mio Euro in das Lieserschlucht-Projekt, das laut Gruber aber weit mehr umfasst als „nur“ den Radweg. So werden etwa vom Land Kärnten fast neun Mio Euro ausschließlich in straßenbauliche Maßnahmen investiert, die der Sicherheit an der B 99 Katschberg Straße dienen. Zu nennen sind hier die Verbauung der Ertlwand (von 2022 – 2023), die Verstärkung der Stützmauern entlang der Lieser, die Erneuerung der Fahrbahnentwässerung und die Fahrbahngeneralsanierung.
„Schlüsselprojekt für die Region“
Ab 12. Juni wird die Straße durch die Lieserschlucht wieder für den Verkehr freigegeben. „Wir befinden uns im Zeitplan, und die Arbeiten schreiten weiter zügig voran“, informierte Gruber beim Lokalaugenschein. Einen Ausblick, wie es weitergeht, gab Abteilungsleiter Volker Bidmon: „Über den Sommer arbeiten wir an der Unterführung der B98 in Seeboden. Im Herbst nehmen wir dann die Bauarbeiten in der Lieserschlucht wieder auf. Ab dann wird weiter intensiv an der Herstellung der Kragplatten-Konstruktion gearbeitet. Außerdem werden wir Stütz- und Ufermauern sichern und sanieren. Dafür ist wieder eine Sperre der B99 Anfang Oktober bis Ende November notwendig. Der Radweg durch die Lieserschlucht sei ein Gewinn für die gesamte Region, ist sich auch Spittals Bgm. Gerhard Köfer bewusst. „Davon profitieren nicht nur die Spittalerinnen und Spittaler, sondern auch unsere Gäste und der Tourismus vor Ort“, so Köfer. Seebodens Vize-Bgm. bezeichnete das Vorhaben als „Schlüsselprojekt für die gesamte Region“, das den Anforderungen einer modernen Tourismus- und Wohngemeinde gerecht wird und die Rolle Seebodens als Tor zum Millstätter See weiter festigt. Zur Gänze abgeschlossen soll das Projekt Lieserschlucht im Laufe des Jahres 2028 werden.