Der Waldbrand bei Maria Luggau breitet sich aus. 70 Hektar wurden ein Raub der Flammen. Bürgermeister Bernhard Knotz im "Radio Osttirol"-Interview.
24. April 2026, 18 Uhr: 220 Feuerwehrleute aus Oberkärnten und Osttirol arbeiten mit Hubschrauberunterstützung am Eindämmungsversuch des Waldbrandes im Lesachtal. Doch die Flammen – begünstigt durch die extreme Trockenheit – breiten sich rasch aus. War gestern Abend noch von einer Fläche von rund 8 Hektar die Rede, steigerte sich diese bis in die Morgenstungen auf 15 Hektar, gegen Mittag (Heute, 24. April) standen schon 35 Hektar in Flammen. Gegen Abend spricht man nun von rund 70 Hektar – einer Verdoppelung in nur einem halben Tag.
220 Feuerwehrleute im Einsatz
Wind facht die Brände weiter an und steiles Gelände erschwert die Löscharbeiten. Mit dem Lesachtaler Bürgermeister, Bernhard Knotz, sprach Karin Stangl von „Radio Osttirol“.
Stangl: Wie hat sich die Situation entwickelt?
Knotz: Leider nicht verbessert, sondern verschlechtert. Wir haben heute Morgen ein Ausmaß gehabt von ca. 20 Hektar um die Mittagszeit 35 und jetzt stehen wir bei ca. 70 Hektar Waldbrandfläche. Also es hat sich drastisch verschlechtert.
Stangl: Was macht den Einsatz so schwierig?
Knotz: Die Windverhältnisse. Ab der Mittagszeit ist der Wind wieder aufgekommen, und hat das Feuer wieder angeheizt. Da ist man einfach nur Passagier. Die Natur ist stärker.
Stangl: Was ist zu tun? Wie gestalten sich die Arbeiten?
Knotz: Wir haben zurzeit 5 Hubschrauber im Einsatz – 2 vom Bundesheer und 3 vom Innenministerium. 220 Feuerwehrleute sind im Einsatz und wir freuen uns über die grenzüberschreitende Unterstützung der Osttiroler Feuerwehren. Wir versuchen so gut es geht den Brand einzudämmen und die Gehöfte zu schützen.
Stangl: Sind auch Höfe gefährdet?
Knotz: Xaveriberg – gottseidank entschärft. Jetzt hat sich das Ganze in Richtung Maria Luggau entwickelt. In ungefähr 200 Metern Entfernung ist ein Hof, der sehrwohl im Gefahrenbereich liegt.
Stangl: Wie wird es weitergehen?
Knotz: Wir haben im Krisenstab beschlossen, dass die Hubschrauber bis 20 Uhr in der Luft sind. Gebäude, die in Gefahr sind, werden mit Standleitungen der Feuerwehr geschützt. In der Nacht ist mit den Hubschraubern nicht zu rechnen. Die B 111 ist in diesem Bereich natürlich weiterhin gesperrt, da sich viele Steine lösen und auf die Straße schießen.