In Kärnten erreichte im Vorjahr ein Bezirk das Ziel „null Verkehrstote“ – und das war der Bezirk Hermagor. Die meisten Verkehrstoten gab es 2025 im Bezirk Spittal.
Wenn es um tödliche Verkehrsunfälle geht, dann gibt es nur eine akzeptable Anzahl, nämlich null, schreibt Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Dieses Ziel wurde im Vorjahr in Kärnten nur im Bezirk Hermagor erreicht. Zwischen Kärntens Bezirke waren die Unterschiede groß. Insgesamt kamen in Kärnten im Vorjahr 35 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, 545 Menschen wurden schwer verletzt. In den Bezirken St. Veit an der Glan und Feldkirchen kam jeweils ein Mensch im Straßenverkehr ums Leben, ebenso in der Landeshauptstadt Klagenfurt. Hingegen wurden im Bezirk Klagenfurt-Land sechs Menschen bei Verkehrsunfällen tödlich verletzt, im Bezirk Villach-Land sieben und im Bezirk Spittal, der das Feld anführt, sogar neun. Österreichweit gab es im Vorjahr außerhalb von Wien nur drei Bezirke ohne tödlichen Verkehrsunfall. Zwei Drittel der tödlichen Verkehrsunfälle passierten auf Freilandstraßen. Der VCÖ plädiert in seiner Aussendung für eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit, die Erhöhung der Verkehrsstrafen, insbesondere für Raser, sei ein „Schritt in die richtige Richtung“. Eine weitere Hauptunfallursache ist laut VCÖ Ablenkung und Unachtsamkeit. Insbesondere Handy am Steuer sei ein zunehmendes Problem.
Bezirk Hermagor: Null Verkehrstote / 67 Verletzte, davon 17 schwer
Bezirk Spittal an der Drau: 9 Verkehrstote / 395 Verletzte, davon 94 schwer
Kärnten: 35 Verkehrstote / 3.432 Verletzte, davon 545 schwer