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07. Mai 2026

Heimgang von „Lonz Motl“ (1942 -2026)

„Lonz Motl“, ein Gailtaler Original, ist nicht mehr unter uns. Matthias Zojer vom Weiler Lanz oberhalb von Kötschach wurde stets nur „Lonz Motl“ gerufen. Kurz vor seinem 84. Geburtstag ist er am 30. April d. J. nach kurzer Krankheit gestorben.

Von Karl Brunner

Foto: k.brunner

„Lonz Motl“ war in den letzten Jahrzehnten sehr gerne und viel unterwegs, sein Bekanntheitsgrad, vor allem in Oberkärnten und Osttirol, entsprechend hoch. Denn Matthias war überaus interessiert, gesellig und kontaktfreudig.  Er suchte das Gespräch auch mit der Jugend und war bei Jung und Alt beliebt und geschätzt. Kein Zufall, dass ihm schon vor vielen Jahren der Titel „Außenminister“ der Gemeinde verliehen wurde. Mit dem Auto fuhr er landauf landab zu Kirchtagen, Festen und vielen Veranstaltungen und war willkommener Gast. Ob da oder dort, er war präsent. Insbesondere erfreute er sich an Unterhaltungen, auf denen Musikgruppen (besonders schätzte er sehr früh schon u.a. die Großglocknerkapelle Kals, die fidelen Inntaler…) aufspielten. Bauernhof und Familie (Ehefrau Gerlinde mit Kindern Brigitte, Matthias, Gustl, Ewald, Rudi mit ihren Familien) hatten einen sehr wichtigen Platz in seinem Leben. Großer Fleiß und starker Einsatz für die Gemeinschaft prägten ihn. Als sein Vater 1964 starb, übernahm er - 22 Jahre jung - den Bauernhof. An Technik stets interessiert, schaffte er Maschinen und einen Allrad-Traktor an (was damals eine Besonderheit war). Er war fünf Jahrzehnte lang als privater Schneepflugfahrer für die Gemeinde tätig. Täglich über viele Jahre war er auch als Milchlieferant von Lanz/Dobra im Einsatz. Er übernahm weiters viele Holzpartien in der Umgebung, arbeitete mit seiner Seilwinde. Den feierlichen Begräbnisgottesdienst zelebrierten Pfarrer Sergius Duru und Diakon Anton Lanner, für die musikalische Begleitung sorgten Vera Lamprecht an der Orgel, die Agner Blos und die Obergailtaler Trachtenkapelle Kötschach. Die Verdienste, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit „Motls“ wurden hervorgehoben, auch Vize-Bgm. Christoph Zebedin würdigte in seinen Abschiedsworten diese besondere Persönlichkeit. In der Erinnerung sehr vieler Menschen und in ihren Herzen wird der gutgelaunte „Motl“ weiter „präsent“ und unvergessen bleiben.

 

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