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23. Juli 2026

Gailtaler Almkäse ist Erfolgsgeschicht­e seit 30 Jahren

Der Kärntner Landesalmwandertag führte heuer nicht zufällig auf die Reisacher Jochalm – eine der zwölf Almen, auf denen der Gailtaler Almkäse g. U. hergestellt wird. Der Verein, der auch das Gailtaler Käsefest organisiert, feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen.

Anschnitt des Gailtaler Almkäses auf der Reisacher Jochalm. Von links: Obfrau Elisabeth Buchacher, Almsenner Ewald Pretterhofer, der ehemalige EU-Agrarkommissar Franz Fischler, LH-Stv. Martin Gruber und Agrargemeinschafts-Obmann Werner Baurecht. Foto: Ingo Ortner.

Mehr als 1.000 Besucher folgten der Einladung des Kärntner Almwirtschaftsvereins auf die Reisacher Jochalm, die einzige der zwölf Gailtaler Käsealmen nördlich der Gail. Dort fand auch der traditionelle offizielle Almkäseanschnitt statt, den Almsenner Ewald Pretterhofer gemeinsam mit Agrargemeinschafts-Obmann Werner Baurecht vornahm. Zum Jubiläum konnten Vereinsobfrau Elisabeth Buchacher und Geschäftsführer Christoph Wassertheurer zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Landwirtschaft begrüßen. Unter ihnen waren Agrarreferent LH-Stv. Martin Gruber, die Gailtaler Bürgermeister Leopold Astner und Markus Salcher, Landtagsabgeordneter Luca Burgstaller, FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Angerer, Landwirtschaftskammer-Präsident Siegfried Huber, Landesbäuerin Astrid Brunner sowie der Obmann der Almwirtschaft Kärnten, Josef Obweger, mit seinem Stellvertreter Josef Brunner. Als besonderer Ehrengast nahm der ehemalige EU-Agrarkommissar Franz Fischler teil, der vor 30 Jahren maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Gailtaler Almkäses g. U. beigetragen hatte.

Geschützter Ursprung mit langer Tradition

Den feierlichen Höhepunkt bildete der offizielle Almkäseanschnitt durch den jungen Steirer Pretterhofer, der bereits mehrere Almsommer im Gailtal verbracht hat und für die Käseherstellung auf der Reisacher Jochalm verantwortlich zeichnet. In ihren Grußworten würdigte Buchacher nicht nur die hervorragende Qualität der Käseprodukte, sondern auch das große Engagement Pretterhofers und seines gesamten Teams. Der Gailtaler Almkäse trägt seit 1996 die EU-Auszeichnung als geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.). Im selben Jahr wurde auf der Reisacher Jochalm das „Gailtaler Almprotokoll“ unterzeichnet, 1997 folgte die offizielle Verleihung der EU-Urkunde. Die Käseerzeugung im Gailtal blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück: Erste urkundliche Erwähnungen reichen bis ins 14. Jahrhundert. Dass dieses wertvolle Kulturerbe auch künftig bewahrt wird, unterstreicht die Auszeichnung des Gailtaler Almkäses als „Slow Food Präsidio“, die im Vorjahr verliehen wurde. Damit wird das regionale Qualitätsprodukt ebenso geschützt wie das Lesachtaler Brot oder die Gailtaler Kletzenbirne.

Wer sich selbst von der Qualität des Gailtaler Almkäses überzeugen möchte, hat dazu beim Gailtaler Käsefest Gelegenheit, das heuer am 26. und 27. September rund um das Rathaus in Kötschach stattfindet.

 

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