Der Sozialverein Dorfservice setzt die Pflegenahversorgung nun auch in den Gemeinden Sachsenburg, Weißensee und Irschen um. Damit ist das Angebot des Landes Kärnten erstmals im gesamten Bezirk Spittal/Drau flächendeckend verfügbar. Bei den Eröffnungsveranstaltungen nutzten Ehrenamtliche, Pflegekoordinatorinnen und Gemeindeverantwortliche die Gelegenheit zur Vernetzung.
Die Pflegenahversorgung besteht seit 2019 und wird von der Abteilung 5 – Gesundheit und Pflege des Landes Kärnten organisiert und finanziert. „In den meisten Kärntner Bezirken wird sie von den Sozialhilfeverbänden getragen“, erklärt Projektleiterin Dr. Michaela Miklautz. Im Bezirk Spittal setzt das Land hingegen auf bewährte regionale Strukturen: Die Vereine Dorfservice und Familija bringen die Pflegenahversorgung direkt in die Gemeinden. Während Familija zehn Gemeinden im Mölltal betreut, ist das Dorfservice mit Sitz in Möllbrücke für die Gemeinden im Drau- und Liesertal sowie rund um den Millstätter See zuständig. Mit der Aufnahme von Sachsenburg, Weißensee und Irschen schließt der Verein nun die letzten Versorgungslücken im Bezirk.
Großes Interesse bei den Eröffnungen
Eröffnungsveranstaltungen fanden am Weißensee und in Sachsenburg statt. „Die große Resonanz hat gezeigt, wie wichtig wohnortnahe Unterstützung, soziale Vernetzung und gelebte Nachbarschaftshilfe für die Menschen sind“, betont Regionalkoordinatorin Martina Wirnsberger. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich über die Angebote, stellten Fragen und tauschten sich mit den Verantwortlichen sowie den freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus. Wer an einer ehrenamtlichen Mitarbeit Interesse hat, kann sich via E-Mail
Alle Gemeinden im Bezirk eingebunden
Mit dem weiteren Ausbau der Pflegenahversorgung sind nun sämtliche Gemeinden des Bezirks Spittal/Drau sozial gut aufgestellt. Besonders ältere Menschen, Familien und Personen mit Unterstützungsbedarf profitieren von den Angeboten. Sie erhalten Unterstützung, um möglichst lange selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben zu können. Gleichzeitig werden soziale Kontakte gefördert und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. In Sachsenburg und am Weißensee übernimmt das Dorfservice sowohl die Pflegenahversorgung als auch die Betreuung eines Freiwilligennetzes. In Irschen konzentriert sich der Verein auf die Pflegenahversorgung, da die Gemeinde bereits seit mehreren Jahren ein eigenes Besuchsnetz betreibt. Für die drei neuen Gemeinden sind die Pflegekoordinatorinnen Eva Eckart und Kathrin Moser zuständig. Mit der Erweiterung betreut das Dorfservice nun insgesamt 20 Gemeinden im Bezirk Spittal. Familija ist weiterhin für zehn Gemeinden im Mölltal verantwortlich. Die Stadtgemeinde Spittal organisiert die Pflegenahversorgung eigenständig, in Radenthein übernimmt dies der Verein Vitamin R, während Bad Kleinkirchheim vom Sozialhilfeverband Feldkirchen mitbetreut wird. Im Bezirk Hermagor wird die Pflegenahversorgung hingegen von einem einzigen Träger, dem Sozialhilfeverband Hermagor, organisiert.
Dorfservice feiert bald 20-jähriges Bestehen
Der von Eva Altenmarkter-Fritzer gegründete Verein Dorfservice blickt bereits auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück. Im kommenden Jahr feiert die Organisation ihr 20-jähriges Bestehen. Geschäftsführerin ist Claudia Stöflin. Erst vor wenigen Wochen übersiedelte der Verein von Pusarnitz in seine neuen Büroräumlichkeiten in Möllbrücke gegenüber dem FAZ