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01. Oktober 2026

Doppelte MINT-Auszeichnung für Mallnitz

MINT steht für die Schulschwerpunkte Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In der Nationalpark-Kindergruppe „Tauernzwerge“ als auch in der Volksschule Mallnitz gehört der MINT-Schwerpunkt bereits seit Jahren zum Lernalltag. Dafür wurden sie nun erneut ausgezeichnet.

Im MINT-Schwerpunkt gehen die Kinder auch zum Forschen in die Natur, wie z. B. hier mit dem Mikroskop an den Bach. Foto: Kindergarten Mallnitz

Für Mallnitz ist die neuerliche Auszeichnung gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Die „Tauernzwerge“ sind der erste Kindergarten im Bezirk Spittal, der das Gütesiegel bereits zum zweiten Mal erhält. Die Volksschule beschäftigt sich schon seit rund zehn Jahren intensiv mit MINT-Bildung und zählt damit zu den Vorreitern in Oberkärnten. Am 21. September erhielten beide Einrichtungen in Klagenfurt das MINT-Gütesiegel. „MINT heißt nicht nur Technik und Wissen, sondern vor allem, Neugier zu wecken, Talente zu stärken und jungen Menschen zuzutrauen, eigene Lösungen zu finden“, brachte es die Geschäftsführerin der Kärntner Industriellenvereinigung Claudia Mischensky dort auf den Punkt.

„es braucht kein großes Labor...“

Genau darum geht es auch in Mallnitz. Kinder sollen Wissen nicht nur aufnehmen, sondern beobachten, experimentieren und Zusammenhänge erkennen. Gudrun Batek ist die Initiatorin der Mallnitzer MINT-Fortbildungen: „In einer Welt, in der Informationen jederzeit verfügbar sind und künstliche Intelligenz Antworten in Sekunden liefert, müssen wir Bildung neu denken. Kinder brauchen nicht noch mehr auswendig gelerntes Wissen, sondern die Fähigkeit, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und kritisch zu hinterfragen“, sagt die Pädagogin. In Mallnitz werden auch regelmäßig in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule entsprechende Pädagogen-Fortbildungen abgehalten. Gute MINT-Bildung brauche nicht unbedingt ein großes Labor, entscheidend seien engagierte Pädagoginnen und Pädagogen, die den Kindern Raum für eigene Erfahrungen geben. Im Herbst wird dieser Weg fortgesetzt, bereits im Oktober stehen in Mallnitz zwei Fortbildungen auf dem Programm: Ein Mathe-Café widmet sich dem spielerischen Zugang zur Mathematik. Bei einer weiteren Veranstaltung geht es hinaus in den Nationalpark, wo ein Land-Art-Künstler zeigt, wie sich Naturbeobachtung, Kreativität und Lernen miteinander verbinden lassen. Idee.

 

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