Mit der Aktion „Cool in die Schul“ werden Kinder motiviert, statt mit dem Elterntaxi öffentlich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Dass nachhaltige Mobilität auch im ländlichen Raum gut funktionieren kann, haben rund 120 Schülerinnen und Schüler aus dem Lieser- und Maltatal eindrucksvoll gezeigt – und damit ganz nebenbei einen Beitrag für einen klimafitten Wald geleistet.
Seit 2021 wird das Projekt gemeinsam von der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Lieser-/Maltatal und dem Busunternehmen Pacher umgesetzt. Herzstück der Initiative ist eine App mit integriertem CO₂-Rechner: Wer den Schulweg ohne Auto zurücklegt, sammelt Klimapunkte. Diese wurden nun beim „Schulweg-Klimafest“ in der Lodronschen Reitschule in Gmünd mit Auszeichnungen und insgesamt 2.000 Jungbäumen belohnt.
Großteil der Wege mit dem Bus zurückgelegt
Während des Aktionszeitraums legten die teilnehmenden Kinder rund 80 Prozent ihrer Schulwege mit dem Bus zurück, berichtet KEM-Manager Hermann Florian, der hinter dem mehrfach ausgezeichneten Projekt steht. Die Aktion soll Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Eltern mit spielerischen Anreizen dazu motivieren, öffentliche Verkehrsmittel für den Schulweg zu nutzen und gleichzeitig das Bewusstsein für nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum stärken. Das betonte auch Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig beim Fest in Gmünd. Zu den Gästen zählten außerdem Bezirkshauptmann Markus Lerch, die Bürgermeister Claus Faller, Arnold Prax und Gottfried Kogler, Vizebürgermeister Johann Ramsbacher, Sylvia Petschar, der künftige KEM-Manager Martin Steinbacher sowie die neue LAG-Managerin der Nockregion, Katharina Spöck.
2.000 Jungbäume für einen klimafitten Wald
Beim Schulweg-Klimafest wurden besonders engagierte Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet. Für zusätzliche Begeisterung sorgte der Besuch des Oberkärntner Ski-Star Marco Schwarz, der sich Zeit für Autogramme nahm. Der Wald sei für ihn nicht nur Trainingsraum, sondern auch ein wichtiger Ort zur Erholung und zum Abschalten, erklärte Schwarz. Die 2.000 Jungbäume wurden von Sponsoren – Uniqa Versicherung, Raiffeisenbank und Daimler Buses Austria – finanziert. Auch die Österreichischen Bundesforste unterstützen das Projekt. An ausgewählten Standorten soll daraus nun ein klimafitter Mischwald mit Lärche, Bergahorn, Weißtanne, Stieleiche und Buche entstehen.