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28. Mai 2026

AMS-Bezirksstelle Spittal nach Umbau modernisiert

Nach mehreren Monaten Umbau präsentiert sich die AMS-Bezirksstelle Spittal moderner, digitaler und klimafit. Bei der offiziellen Eröffnung gaben AMS-Kärnten-Geschäftsführer Peter Wedenig, Regionalstellenleiter Johann Oberlercher und Betriebsratsvorsitzender Claus Orel gemeinsam mit Mitarbeitern Einblicke in die neue Arbeitsweise am Standort Spittal. Besonders im Bereich der Berufsorientierung setzt die Bezirksstelle künftig neue digitale Standards.

Von links: Udo Hoffer, Stadtrat Andreas Unterrieder, Betriebsratsvorsitzender Claus Orel, Unternehmervertreterin Irene Hochstetter-Lackner, AMS-Kärnten-Geschäftsführer Peter Wedenig, Regionalstellenleiter Johann Oberlercher und Doris Jechtl.

„Neuer Look – neue Wege“ lautete das Motto der Eröffnung. Die Regionalstelle in der Ortenburger Straße besteht seit 2004, seit zwei Jahren befindet sich das Gebäude im Eigentum des AMS. Mitte des Vorjahres startete der Umbau, in den rund 800.000 Euro investiert wurden. Für AMS-Kärnten-Chef Peter Wedenig ist das ein klares Bekenntnis zum Standort Spittal. Das Gebäude wurde vollständig klimatisiert und wird teilweise über eine eigene Photovoltaikanlage am Dach mit Strom versorgt. Doch nicht nur die „Hardware“ wurde modernisiert – auch bei den Dienstleistungen setzt das AMS neue Akzente. Herzstück des umgebauten Gebäudes ist das neue Berufsinformationszentrum (BIZ). Dort erhalten Jugendliche einen fundierten Überblick über Berufe, Ausbildungswege und Jobmöglichkeiten. Rund 800 Schülerinnen und Schüler der achten Schulstufen sowie insgesamt etwa 1.400 Jugendliche inklusive höherer Schulen werden jährlich betreut.Laut Wedenig nimmt die Bezirksstelle Spittal innerhalb Kärntens eine Vorreiterrolle ein. Die Berufsorientierung werde zunehmend digital: Informationen erhalten die Jugendlichen direkt aufs Smartphone, begleitet werden sie dabei von den beiden BIZ-Mitarbeitern Udo Hoffer und Doris Jechtl. In den neuen Räumlichkeiten stehen moderne Präsentations- und Infostationen zur Verfügung. Mithilfe von VR-Brillen können Jugendliche zudem virtuell in verschiedene Berufsbilder eintauchen.

In Richtung Digitalisierung

Auch im regulären AMS-Betrieb soll die Digitalisierung weiter ausgebaut werden. Spittal zählt flächenmäßig zu den größten Bezirken Kärntens, viele Arbeitssuchende müssen weite Wege aus den Tälern in Kauf nehmen, erklärt Regionalstellenleiter Johann Oberlercher. Deshalb sollen digitale Angebote wie das Online-Serviceportal verstärkt genutzt werden. Trotzdem bleibe der persönliche Kontakt wichtig, betont Wedenig: „Die ID Austria wird vorgegeben und die Leute sollen irgendwie schauen, wie sie damit zurechtkommen. Wir versuchen aber, einen persönlichen Zugang beizubehalten. Die Menschen sollen selbst entscheiden können, ob sie sich digital oder persönlich anmelden.“ Dennoch gehe die Entwicklung klar in Richtung Digitalisierung. Gerade im Bezirk Spittal bringe das große Vorteile. Viele saisonale Arbeitskräfte im Tourismus müssten etwa nur eine zwischenzeitliche Absicherung erledigen. „Das kann man künftig auch bequem mit dem Handy von Heiligenblut aus machen“, so Wedenig.

Arbeitslosigkeit gesunken

Die zunehmende Digitalisierung werde langfristig auch Auswirkungen auf den Personalbedarf haben, räumte Oberlercher ein. Derzeit sind rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Bezirksstelle beschäftigt. Gleichzeitig habe sich die Situation am Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Noch 2021 lag die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen im Bezirk bei 3.170 Personen, 2025 sind es nur noch rund 2.170. Damit habe sich die Lage am Arbeitsmarkt spürbar entspannt. Besonders wichtig sei dabei die frühe Berufsorientierung junger Menschen. „Alles, was man dort nicht investiert, muss man später umso teurer nachholen“, betonte Wedenig.

 

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