Der Dichterkreis Jagdlyrik hat ein weiteres Mal ein Buch mit Lyrik und Prosa zu Jagd und Natur herausgegeben, der Titel der Ausgabe 2026 lautet: „…und ein Zauber liegt darüber“.
Von Karl Brunner
Dieser Dichterkreis wurde 2011 von Hans Heinrich Milles (Bubenreuth, Deutschland) gegründet und versteht sich als lose Interessensgemeinschaft, deren Mitglieder sowohl aktive Jäger als auch in diesem Genre erfolgreiche Publizisten und Lyriker sind. Das Ziel ist, Jagdlyrik zu schreiben und zu verbreiten und neue Jagdlyriker sind herzlich willkommen. Wer Lust und Liebe zum Waidwerk und Achtung vor der wunderbaren Schöpfung hat, dem werde sich der Sinn des Geschriebenen erschließen, sind die Mitglieder, sozusagen „in eigener Sache“, überzeugt. „Aber der Versuch diese Wirklichkeit von Jagd und Jägern einzufangen ist es wert, denn sonst droht sie zu verschwinden, unterzugehen im Meer der Wirklichkeiten“, schreibt der Wildbiologe und Autor Hubert Zeiler zum Geleit. Bruno Maurer aus Rattendort im Gailtal – er ist auch Ehrenbezirksjägermeister (Jagdbezirk Hermagor) – und die passionierte Jägerin und Wirtin Cäcilia Höferer aus Friesach sind die beiden Kärntner Autoren, die auch in der aktuellen Buchausgabe (mit weiteren 14 Autoren) vertreten sind. Maurer schildert humorvoll eine Begebenheit mit „Zocha Lois“ (der einen zu jungen Hirsch geschossen hat), weiters findet sich im Buch ein Gedicht „Wald“ und „Ehrenschild“, den bekannten Spruch, den er ergänzend persönlich interpretiert. Cäcilia Höferer schreibt über „Jägerherbst“, „Die alte Jägerin“ und „Des Jägers Sinn“. Höferer: „Jagen ist Leben…und je länger das Jagdjahr fortdauert, desto intensiver spüren wir, welch große Gnade uns in unserem Tun zuteil wird, indem wir nicht nur wundervolle Erlebnisse und Eindrücke, sondern auch Tag für Tag die edelsten Lebensmittel, die die Natur zu bieten hat, in unserem Rucksack nach Hause tragen dürfen“. Das Buch bietet bunt Erlebtes, Bekenntnishaftes, Besinnliches und auch grünen Humor. Buchtipps von den Autoren bzw. Mitgliedern und ein Glossar von Ausdrücken der Waidmannssprache runden den Band ab.
Karl Brunner