Seit 3. Jänner ist das Eislaufen am Westteil des Weißensees offiziell möglich. Nun rüstet man sich für das Hauptereignis der Saison: die „Alternative 11-Städte-Tour“. Zuvor feiert aber ein neues Veranstaltungs-Format seine Premiere: das „1. Internationale Pondhockey Turnier“. Tolle Eisflächen gibt es aber auch abseits der größten Natureisfläche Europas.
Der Neujahrstag am Eis des Weißensees – das ist neben einem Thermenbesuch so der Klassiker in Oberkärnten. Diesmal ist es sich nicht ausgegangen. Erst die tiefen Temperaturen der letzten Woche haben den Eisverantwortlichen am Weißensee so richtig unter die Arme gegriffen. Am 3. Jänner hieß es „Bahn frei“ für eine kleinere Strecke am Westteil, die nun nach einigen Kältenächten auf 4,4 Kilometer erweitert werden konnte, berichtet Weißensees Tourismus-Chef Thomas Michor. Der Andrang war bereits vor der offiziellen Freigabe groß. Dass die Eisfläche sicher und gut präpariert ist, dafür sorgte bisher „Eismeister“ Norbert Jank, der heuer in die zweite Reihe zurücktrat und dem neuen Eisverantwortlichen Franz Lackner mit seinem Team nur mehr beratend zur Verfügung steht. Die Herausforderung heuer sei, dass das Eis nur sehr ungleich zufriert, weiß Michor. Verantwortlich dafür sind die unterirdischen Zuflüsse des Sees. „Auf einer Stelle könnte ein Auto auf dem Eis fahren und 20 Meter daneben sieht man eine offene Stelle“, berichtet Michor, der auch selbst mit dem Team am Eis unterwegs ist. Die Verantwortung ist groß, deshalb muss umso gewissenhafter gearbeitet werden – besonders im Hinblick auf das Hauptevent, die „Alternative 11-Städte-Tour“, die wieder zehntausende Holländer und damit eine große Wertschöpfung an den Weißensee bringt.
700 Hockey-Spieler
Für das Großevent ist man gesattelt: „Wir sind auf GO“, freut sich Michor. Die Strecke wurde präpariert, zu Fuß begangen und wird ständig durch Probebohrungen kontrolliert. Immerhin sind abseits des Großevents täglich bis zu 3.000 Eisläufer am See unterwegs. Die „11-Städte-Tour“ geht heuer von 17. bis 31. Jänner über die Bühne. Ein neues Format ist das „1. Internationale Pondhockey Turnier Weißensee“, das heuer erstmals vom ehemaligen Kärnten Werbung-Chef Christian Kresse und Gerhard Brüggler organisiert wird. Vom 16. bis 18. Jänner matchen sich rund 700 internationale Hockey-Spieler auf den eigens präparierten 16 Spielfeldern.
Pressegger See geht günstiger
Erhöht hat man heuer auch den Tageseintritt für Eisläufer am Weißensee von auf 9 Euro. „Am Eis sind regelmäßig bis zu zehn Leute am Einsatz – vom Eismeister bis zu den Einweisern und es braucht auch Spezialmaschinen für die Bahnen“, argumentiert Michor. Dass der Preis zu hoch sei, höre man kaum. Bis Redaktionsschluss noch nicht freigegeben war die Eisfläche östlich der Brücke, wenn die Freigabe erfolgt, soll eine Alu-Brücke die beiden Seeteile unter der Weißenseebrücke hindurch verbinden. Für viele Gailtaler Eis-Fans schneller erreichbar dürfte der Pressegger See sein, der seit 7. Jänner zum Eislaufen freigegeben ist. Eine rund 2 Kilometer lange Rundbahn wurde präpariert, die betreute Eisfläche ist täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Weiters interessant sind auch die „kleineren“ Eislaufplätze in den Gemeinden, zu nennen wäre hier der präparierte Eisplatz am ÖAV-Gelände in Mauthen, der schon seit Anfang Dezember bereitsteht oder der Goldbrunnteich in Baldramsdorf, der von Ehrenamtlichen freigeräumt wurde – auch ein naturnaher Geheimtipp, der zum Eislaufen einlädt!