In Hermagor wurden die zukünftigen Entscheidungsträger im Tourismusverband Nassfeld/Pressegger See – Lesachtal – Weißensee gewählt.
Kärnten ist gerade im Begriff seine Tourismus-Strukturen grundlegend umzubauen. Aus den bisherigen 125 kleinen Tourismusorganisationen, die sich meist auf eine oder wenige Gemeinden beschränkten, sollen mit der Reform ab 1. Jänner 2027 neun große Tourismusverbände werden. In Hermagor fand in der Vorwoche die erste konstituierende Vollversammlung des neuen, großen TVB statt. Mit den Vorstandswahlen nimmt die neue Struktur auch personell Gestalt an. Nun steht fest, wer künftig an der Spitze des Verbandes Nassfeld/Pressegger See – Lesachtal – Weißensee stehen wird: Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt Elisabeth Guggenberger, Geschäftsführerin der Madritschen Seilbahnen & Tourismus GmbH den Vorsitz. Stellvertreter ist der bisherige Tourismusobmann Johann Steinwender. In den TVB-Vorstand wurden darüber hinaus weitere sieben Unternehmervertreter und ihre Ersatzmitglieder gewählt, zudem sind mit Bgm. Leopold Astner, Bgm. Karoline Turnschek und Bgm. Bernhard Knotz die Vertreter der drei nächtigungsstärksten Gemeinden Hermagor, Weißensee und Lesachtal im Vorstand.
Drei Erlebnisräume
Die Reform bietet die Möglichkeit, dass die Tourismusaufgaben direkt von den Unternehmern gesteuert werden. „Die Unternehmer wissen am besten, in welche Richtung sich der Tourismus vor Ort entwickeln soll, so Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig, der an der konstituierenden Sitzung teilnahm. Zum Jahreswechsel wird der TVB mit dem frisch gewählten Vorstand seine Arbeit aufnehmen. Der neue TVB Nassfeld/Pressegger See – Lesachtal – Weißensee gliedert sich dann auch in drei Erlebnisräumen: In den „Erlebnisraum Lesachtal“, den „Erlebnisraum Nassfeld/Hermagor-Pressegger See“ und in den „Erlebnisraum Weißensee“. Das gesamte Gebiet des zukünftigen TVBs weist im Jahresdurchschnitt der vergangenen drei Jahre 2.209.925 Übernachtungen auf.