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15. April 2026

Steinfeld: Trasse verläuft jetzt auf Schattseite

Die Planung für die 380 kV-Leitung der APG befindet sich in der „Halbzeit“. Gemeinden haben die Möglichkeit gewisser „Feinabstimmungen“ beim Trassenverlauf. So wurde die Trassenführung durch die Gemeinde Steinfeld erfolgreich vom Ort weggerückt.

Ursprünglich hätte die 380-KV Trasse bei Steinfeld quer über das Gewerbegebiet verlaufen sollen. Grafik: KK/Planungsbüro

Die APG gab einen Überblick über den aktuellen Planungsstand des „Netzraum Kärnten“ in einem Pressegespräch in ihrem eigens geschaffenen Infocenter in Klagenfurt. Die Planung habe nun Halbzeit erreicht, informiert Projektleiter Wolfgang Hafner. „Mit ganz vielen Gemeinden haben wir die Trasse mit den gewünschten Änderungsanpassungen gemeinsam fixiert. Es wurde schon von einigen Gemeinden angekündigt, den nun endgültigen Trassenverlauf über Gemeinderatsbeschlüsse zu fixieren“, so Hafner. Offiziell sind derzeit 26 von 36 betroffenen Gemeinden auf „grün“. Der Großteil der Trasse sei bereits festgelegt; es gebe wenige Bereiche, in denen es noch zwei Varianten gibt. Bis Sommer sollen auch hier die Entscheidungen fallen. Nun starte die Intensiv-Phase mit zahlreichen Untersuchungen vor Ort.

Verhandlungserfolge

Eine der Gemeinden, die nicht mit der geplanten Trassenführung einverstanden waren, ist die Marktgemeinde Steinfeld. Die geplante Leitungstrasse hätte zuerst sehr präsent in der Mitte des Tales und nahe am Ort und Gewerbegebiet vorbeiführen sollen. Dank „intensiver Gespräche und guter Zusammenarbeit“ konnte für Steinfeld eine verträgliche Lösung mit der APG ausverhandelt werden, informiert Bgm. Ewald Tschabitscher. Die neue Trasse soll jetzt südlich der Drau, in der Schattseite, verlaufen. Das schone Lebensqualität und Landschaftsbild in der Drautaler Gemeinde. Noch über den Verlauf verhandelt wird in den Gemeinden Kleblach-Lind, Baldramsdorf und Spittal (Amlach).  

Plädoyer und Befürchtungen

Ein Plädoyer für die „Stromautobahn“ gab es indessen von der Industriellenvereinigung. Vertreter von sieben Kärntner Leitbetriebe sprachen sich für den Ausbau aus. Diese garantiere die Wettbewerbsfähigkeit Kärntens und sei ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung. Befürchtungen mancher Betroffener, die Höchstspannungsleitung werde gesundheitliche Auswirkungen haben, entgegnet die APG, dass die Planung von Fachleuten aus den Bereichen EMF (elektromagnetische Felder), Schalltechnik und der Humanmedizin begleitet werden. Laut APG sei mit negativen Gesundheitlichen Auswirkungen nicht zu rechnen. Humanmedizin werden auch Teil des UVP-Verfahrens sein. Darüber hinaus berücksichtige man weitgehend die Forderung „Mensch vor Natur“ und plane über 60 Prozent der Trasse im Wald.

 

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