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03. Juli 2026

Spatenstich für Drau-Rückbau

Zwischen Baldramsdorf und Lendorf wird die Drau auf einer Länge von rund 4,5 Kilometern renaturiert. Mit dem kürzlich erfolgten Spatenstich haben die Bauarbeiten für Kärntens derzeit größtes Revitalisierungsprojekt an der Drau begonnen. Die Umsetzung erfolgt bis 2028, investiert werden insgesamt rund acht Millionen Euro.

Bgm. Fritz Paulitsch, Herbert Mandler (Abteilung 12 – Wasserwirtschaft), LR Marika Lagger-Pöllinger und Bgm. Simon Pleschberger und Mitarbeiter beim Spatenstich. Foto: Büro Lagger-Pöllinger

In den kommenden zwei Jahren wird der Flussabschnitt in drei Bauphasen aufgeweitet und ökologisch aufgewertet. Grundlage der Maßnahmen ist der Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementplan für die Obere Drau. Jahrzehntelange Regulierungen, die Einengung des Flussbettes und Sohlerosion haben den natürlichen Flussraum stark verändert. Ehemalige Seitenarme, Auengewässer und Lauenbäche sind heute nur noch teilweise vorhanden. Im Zuge der Arbeiten werden rund 150.000 Kubikmeter Aushubmaterial entfernt. Dadurch entstehen auf einer Fläche von etwa sechs Hektar neue Lebensräume. Zwei Nebenarme der Drau werden wieder an den Fluss angebunden, außerdem wird im Bereich der Berger Puszta ein Lauenbach revitalisiert.

Natur- und Hochwasserschutz profitieren

Mit dem Rückbau verbessert sich nicht nur der ökologische Zustand der Drau, sondern auch der Hochwasserschutz. Neue Retentionsflächen schaffen zusätzlichen Rückhalteraum und sollen insbesondere für den Raum Spittal das Risiko künftiger Hochwasserschäden reduzieren. Gleichzeitig entsteht ein attraktiver Naherholungsraum. „Die Drau ist Lebensader, Naturraum und ein Stück Identität für das Drautal. Mit diesem Projekt verbinden wir die Sicherheit der Menschen mit mehr Raum für die Natur“, betonte Wasserbaureferentin und ehemalige Bürgermeisterin in Lendorf, LR Marika Lagger-Pöllinger beim Spatenstich. Die Umsetzung erfolgt in drei Bauabschnitten und soll 2028 abgeschlossen sein. Den Großteil der Gesamtkosten von rund acht Millionen Euro trägt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz sowie Regionen und Wasserwirtschaft. Rund zehn Prozent der Finanzierung übernimmt die Verbund AG.

Ersatzmaßnahme für die Umfahrung Greifenburg

Ein Detail am Rande: Die Renaturierung dient zugleich als naturschutzrechtliche Ersatzmaßnahme im Zusammenhang mit dem Bau der Umfahrung Greifenburg an der B100 Drautalstraße. Private Grundstücke werden für das Projekt nicht benötigt. Die technische und finanzielle Abwicklung erfolgt durch die Abteilung 12 – Wasserwirtschaft des Landes Kärnten, Unterabteilung Spittal an der Drau. Projektleiter ist Herbert Mandler.

 

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