Die Pflege und Erhaltung der vielen Kriegsgräberanlagen im Inland und im Ausland stand und steht im Zentrum der Arbeit des Schwarzen Kreuzes (ÖSK) und dies seit über 100 Jahren.
Von Karl Brunner
Viele Ehrenamtliche unterstützen in ihrer Freizeit das Österreichische Schwarze Kreuz (ÖSK) mit großem Engagement und helfen ihm damit in seiner Friedens- und Kulturarbeit. Auch auf den vielen Kärntner Soldatenfriedhöfen wird immer wieder sehr viel Arbeit geleistet. So wurde u.a. das besondere Soldatendenkmal (flankiert von zwei steinernen Soldatenfiguren) in Liesing/Lesachtal - am Friedhof bei der Pfarrkirche - gekärchert, lose Steine wieder festgemacht und an den steinernen Soldaten erfolgten Reinigungs- und Ausbesserungsarbeiten. Die Inschriften (Namen aus der gesamten Monarchie) wurden durch den Klagenfurter Steinmetzmeister Eberhard Otto Bergmann-Gaugelhofer meisterhaft auf Hochglanz gebracht. Die Kameraden des JgB 26 unter Leitung von Vzlt Alexander Auer haben das ÖSK tatkräftig unterstützt und sich der weiteren Erhaltung des renovierungsbedürftigen Grabsteins (aus 1935) in Maria Luggau, unmittelbar neben der Basilika (am Kirchplatz), angenommen; auch hier hat Meister Bergmann-Gaugelhofer vorbildlich restauriert, auf der Inschrift zu lesen: „Die Erde deckt hier 5 österr.ung. Kriegstote und 25 russische Kriegsgefangene“. Ein neues Schild „Soldatenfriedhof“ zeigt vor Birnbaum an der Straße den Weg zum Friedhof (hier ruhen 75 Soldaten der k.u.k. Armee) an. Übrigens wurde, organisiert von Karl Krammer, auch der Gedenkstein der 8-er Jäger am Soldatenfriedhof Kreuztratte von Moos und Schmutz befreit und erstrahlt in neuem Glanz. Der Präsident des ÖSK, Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner, sagt: „Unsere Arbeit ist Gedenk- und Erinnerungsarbeit – ist Verpflichtung und Verantwortung zugleich“. Ein Gedenken an sowjetische Kriegstote (initiiert von Pfarrer Rudolf Pacher) gab es auf der hohen Fragant-Alm, an der auch ÖSK-Präsident Karner teilnahm. Laut einer ÖSK-Dokumentation wurden in den verschiedenen Soldatenfriedhöfen (1. Weltkrieg) allein im Lesachtal über 490 Tote beerdigt, im Gebiet Kötschach-Mauthen mit Plöckenpass waren es über 2.100 Soldaten, die in den vom ÖSK betreuten Kriegsgräberanlagen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.