Die Sportwelt blickt schon in Kürze, im Februar, auf die Olympischen Winterspiele (6. - 22. Februar 2026) nach Mailand und Cortina d’Ampezzo. Cortina, die „Königin der Dolomiten“, ist nach siebzig Jahren zum zweiten Mal Gastgeber dieser Spiele. Auch die „Alpenstadt“ Innsbruck war zweimal Austragungsort der Olympischen Winterspiele. DDr. Alois Lugger (1912 – 2005) war damals (Langzeit) Bürgermeister von Innsbruck.
Von Karl Brunner
Der DDr.-Alois-Lugger-Platz mit Büste in Innsbruck (im Olympischen Dorf) erinnert an ihn und daran, dass unter seiner Ägide zwei Olympische Winterspiele (1964 und 1976) durchgeführt wurden. Lugger war Bürgermeister von 1956 bis 1983. „Olympia-Luis“, so lautete übrigens einer seiner Spitznamen, war damit der längst amtierende Bürgermeister von Innsbruck. Als Präsident des Rates der Gemeinden hatte er entscheidenden Anteil daran, dass die Alpenstadt zur Europastadt wurde. Er wurde für seine besonderen Verdienste und Leistungen Ehrenbürger der Stadt. Zum Kandidaten für das höchste Amt im Staat nominiert worden, unterlag er bei den Wahlen 1974 (gegen Rudolf Kirchschläger) knapp. Am DDr.-Alois-Lugger-Platz erinnert eine 2010 feierlich enthüllte Bronzebüste an den bedeutenden Bürgermeister, Landes- und Europapolitiker. Lugger – der Name weist ins Lesachtal. Sein Vater stammte aus Maria Luggau (Stoffanell) und fand als Gendarmeriebeamter Arbeit in Brixen, wo Alois Lugger zur Welt kam. Im Alter von sechs Jahren wurde er mit seinen Angehörigen und anderen aus der Heimat verwiesen und nach Innsbruck gebracht. Lugger fühlte sich stets auch als Luggauer und war sein ganzes Leben mit dem Ort und dem Tal dankbar verbunden, in dem Generationen seiner Vorfahren ihre Heimat hatten.