Ökonomierat Johann „Hans“ Ramsbacher (vulgo Adambauer) aus Rennweg, früherer Bürgermeister von Rennweg, LT-Abgeordneter, Landesrat (für Land-, Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei; dann auch Straßenbau) und vielfacher Funktionär im Dienst der heimischen Bauern und Verbände, wurde 80 Jahre alt.
Von Karl Brunner
Hans zeigte sich überwältigt von der großen Gratulantenschar, über hundert Gäste waren in den Gasthof Post in Rennweg gekommen, um Glückwünsche zu überbringen. Weggefährten und Mitstreiter, Interessensvertreter, viele Bewohner aus Rennweg und Umgebung sowie Mitglieder verschiedener Vereine/Verbände dankten ihm für seine vielen Aktivitäten und für sein Lebenswerk. Hans war ein großer Förderer des Bauernstandes, der Almwirtschaft (Projekte „Kärntner Almochse“, „Schule auf der Alm“, „Talbauernförderung“ u.a.m.) und der bodenständigen Jagd. Der Politiker und mehrfache Funktionär war vor allem (Alm-)Bauer, weiters auch Skilehrer, (Aufsichts-)Jäger, Hegeringleiter, Vermieter. Wesentliche Stütze war und ist ihm stets Gattin Margarethe; zur Familie gehören zwei Töchter und zwei Söhne. Hans war und ist begeisterter Senner auf seiner Alm im Wolfsbachtal – ein Name mit Geschichte und Ironie. Denn viele kennen Hans als Wolfsgegner („Wolf, nein Danke“) und für seine fundierten „Wolfsnachrichten“, die er europaweit sammelt und aufklärend weiterverbreitet. Im Dienst und zum Schutz der Almwirtschaft und Weidewirtschaft setzt(e) er sich für die notwendige und legale Entnahme von Wölfen ein, denn freie traditionelle Kärntner Weidewirtschaft und die Existenz von Wölfen hier, das vertrage sich nicht, wie er auf Expertenmeinungen verweist, die dies voll bestätigen. Die Erhaltung und der Schutz der heimischen Berglandwirtschaft sind sein großes Anliegen. Für seine Verdienste um das Jagd- und Wildschutzwesen ist er auch von den Jagdaufsehern geehrt und für seine Handschlagqualität bedankt worden.
Lebendige Landwirtschaft
Nun erhielt Hans auch eine Ehrenurkunde des Landes Kärnten, unterzeichnet von LH Peter Kaiser und LH-Stv. Martin Gruber, darin heißt es, dass sich Johann Ramsbacher zeitlebens mit Entschlossenheit, Weitblick und Verantwortungsbewusstsein „für den Schutz der heimischen Land- und Almwirtschaft und gegen das Raubwild Wolf eingesetzt hat“. Weiters liest man: „Sein Wirken war stets getragen von tiefer Heimatverbundenheit, dem Bewusstsein für Generationenverantwortung und dem festen Glauben daran, dass eine lebendige Landwirtschaft das Fundament unseres ländlichen Raumes bildet“. Begrüßt wurden auch zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Agrarreferent LH-Stv. Martin Gruber, Alt-Landesrat Georg Wurmitzer, Rennwegs Bürgermeister Franz Aschbacher, LK-Präsident Siegfried Huber, Almwirtschaftsobmann Josef Obweger, Jagdaufseher-Obmann Bernhard Wadl, Bezirksbauernobmann Vize-Bgm. Hermann Schluder, Bgm. Franz Richau (Rosegg), Ramsbachers ehem. Sekretär Dr. Johannes Maier. Für flotte Musik sorgte die „Katschtaler Blos“. Von der Trachtengruppe Rennweg (Bettina Aschbacher), deren Schirmherr Hans ist, erhielt er als Geschenk einen großen Sonnenschirm. Der Jubilar dankte allen. Sein Wunsch möge in Erfüllung gehen: er möchte noch viele Almsommer als Senner auf seiner geliebten Wolfsbachtal-Alm verbringen.
Karl Brunner