Der zunehmende Mangel an Nutztierärztinnen und Nutztierärzten stellt insbesondere in Oberkärnten eine große Herausforderung dar. Das Land ergriff die Initiative. Mit Dr. Michael (Mihai) Sapteboi erhält die Region dringend benötigte tierärztliche Verstärkung.
Bereits im vergangenen Sommer haben Agrarreferent LH-Stv. Martin Gruber und LK-Präsident Siegfried Huber daher eine gemeinsame Initiative gestartet, um dem akuten Mangel an Großvieh-Tierärzten gezielt entgegenzuwirken. Im Rahmen dieser Initiative wurden Tierärzte aus Drittstaaten aktiv angeworben, um kurzfristig Versorgungslücken zu schließen. Nach erfolgreicher Eintragung in das österreichische Tierärzteregister sind die Tierärzte befugt, in Kärnten zu praktizieren. „Gerade im ländlichen Raum dürfen hier keine Lücken entstehen“, betont Gruber. Gemeinsam mit den Bgm. Franz Aschbacher (Rennweg) und Gottfried Kogler (Krems) sowie den bäuerlichen Betrieben der Region wurde intensiv an einer nachhaltigen Lösung gearbeitet. Ein erster sichtbarer Erfolg dieser Initiative ist die Besetzung im Lieser- und Maltatal: Mit Dr. Michael Sapteboi erhält die Region dringend benötigte tierärztliche Verstärkung. Der 37-jährige gebürtige Rumäne war in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland tätig und bringt umfassende Erfahrung in der Nutztierpraxis mit. Seit kurzem ist er in Trebesing bei Tierarzt Mag. Erich Burgstaller tätig.
Langfristig mehr gewidmete Studienplätze
Zunächst startet er als unselbstständiger Tierarzt, in weiterer Folge wird er die Versorgung im Lieser- und Maltatal eigenständig übernehmen. Langfristig setze Kärnten auch auf nachhaltige Lösungen. Ziel ist es, mehr junge, motivierte Kärntnerinnen und Kärntner für das Studium der Veterinärmedizin zu gewinnen. „Wir setzen beispielsweise mit dem Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung an der Veterinärmedizinischen Universität gezielt Maßnahmen zur Förderung des tierärztlichen Nachwuchses aus Kärnten“, erklärt LK-Präsident Siegfried Huber. Zusätzlich setzt sich das Land Kärnten für gewidmete Studienplätze ein.