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20. August 2026

Millionen-Anschub für die Regionalentwickl­ung in Oberkärnten

In ganz Kärnten stehen heuer insgesamt 343 größere und kleinere Projekte im Arbeitsprogramm des Regionalentwicklungsreferates. Alleine in den drei Oberkärntner LAGs (Lokale Arbeitsgruppen) werden derzeit 128 Projekte – vom Naturlehrpfad bis hin zur Ortskerngestaltung – umgesetzt. Das Fördervolumen umfasst hier rund 9,7 Mio Euro.

LH-Stv. Martin Gruber ist verantwortlich für das Referat „Ländlicher Raum, Orts- und Regionalentwicklung“ des Landes Kärnten. Foto: Büro Gruber

Kleine Projekte – große Wirkung. So könnte man den Ansatz der Regionalentwicklung kurz zusammenfassen. Worum geht es dabei? Über EU-Förderprogramme, wie z. B. LEADER oder der Orts- und Regionalentwicklung des Landes (ORE) werden kleinere aber auch größere Projekte zu einem hohen Anteil gefördert. Diese Projekte sollen Wirtschaft und Tourismus vor Ort ankurbeln oder zur Lebensqualität in den Gemeinden beitragen und die Kärntner Regionen in ihren kleinsten Einheiten – den Gemeinden – weiterentwickeln. Das Regionalentwicklungsreferat – Referent ist LH-Stv. Martin Gruber – unterteilt Kärnten in sieben Regionen. In die drei großen Oberkärntner Regionen „Hermagor“, „Großglockner/Mölltal-Oberes Drautal“ und „Nockregion“ fließen heuer insgesamt rund 9,7 Mio Euro an Fördermittel aus verschiedenen Töpfen.

Größte Summe im Gailtal

Die größte Summe an Landes- und EU-Förderungen von 3,9 Mio Euro fließt in die Region „Hermagor“. Hier sind heuer 47 Projekte gelistet, deren förderfähige Kosten sich auf 5,89 Mio belaufen. Wie unterschiedlich die Projekte ausfallen, zeigen drei Beispiele: Auf der Sonnenalpe am Nassfeld wird das Dorfzentrum revitalisiert; unter dem Titel „Bewegungsparadies Gitschtal“ ist in Weißbriach eine neue Multisportanlage entstanden; mit der Lehrlingsakademie „NEXT“ wurde in Kötschach-Mauthen ein Weiterbildungsprogramm gestartet, das junge Menschen auf ihren Weg zur Fachkraft unterstützt.

Generationenbibliothek in Lind

In die Region „Großglockner/Mölltal-Oberes Drautal“, die einen Großteil der Gemeinden beider Täler umfasst, gehen heuer zwei Mio Euro an Regionalentwicklungsförderungen. 36 geförderte Projekte sind am Laufen, bzw. in Planung oder auch schon abgeschlossen wie z. B. der Naturlehrpfad am Festungs- und Kalvarienberg in Sachsenburg, der heuer bereits eröffnet wurde. In Umsetzung befindet sich die Neugestaltung des Kirchplatzes in Obervellach. In der Gemeinde Kleblach-Lind wird das Projekt „Generationen-Bibliothek Kleblach-Lind“ umgesetzt, wobei Gemeinde- und Schulbibliothek zusammengeführt und modernisiert werden.

Gemeinsame Kulturvermarktung

Auf die „Nockregion Oberkärnten“, zu der Spittal, das Lieser-/Maltatal und die Seengemeinden gehören, entfallen heuer 3,8 Mio Euro dieser Fördermittel, 45 Projekte werden damit umgesetzt. Beispiele dafür sind die gemeinsame Kulturvermarktung von Spittal, Millstatt und der „Künstlerstadt“ Gmünd mit der Bezeichnung „FREU DICH. Schönes Kärnten. Schöne Künste“, mit der das Kulturangebot österreichweit bekannt gemacht werden soll. In Döbriach entsteht ein barrierefreier Erlebnisweg, der den Ortskern mit dem Millstätter See verbindet. In Spittal wiederum werden die Außenanlagen des Fritz-Strobl-Schulzentrums neugestaltet. Im Rahmen der LEADER und ORE-Förderungen werden heuer kärntenweit rund 25,6 Mio Euro ausgeschüttet.

 

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