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08. Oktober 2026

Mehr Menschen können Sozialmärkte nutzen

Aufgrund der gestiegenen Lebenserhaltungskosten passte der SozialMarkt (SoMa) Kärnten mit Oktober die Einkommensgrenzen für die SoMa Einkaufskarte an, sodass nun mehr Menschen in den Sozialmärkten einkaufen können.

Der SozialMarkt in Spittal befindet sich seit über einem Jahr im Schloss Porcia (Ecke Hauptplatz/Ortenburger Straße).

Für immer mehr Menschen reicht das Einkommen kaum aus, um die laufenden Kosten des täglichen Lebens zu decken. Darauf reagieren nun Kärntens Sozialmärkte mit der Senkung der Einkommensobergrenzen, sodass auch mehr Menschen in den Anspruch einer SoMa-Karte kommen. Seit 1. Oktober dürfen somit auch Einpersonenhaushalte mit einem Netto Einkommen bis 1.693 Euro oder Zweipersonenhaushalte mit einem Netto-Einkommen von bis 2.403 Euro die SoMa-Waren beziehen. Für jede weitere Person im Haushalt gilt ein Plus von 366 Euro. Familienbeihilfe, Pflegegeld und Alimente werden bei der Einkommensberechnung nicht als Einkommen angerechnet.

Steigender Unterstützungsbedarf

Seit der letzten Anpassung der Einkommensgrenzen im November 2024, sind die Kosten für Wohnen, Energie, Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs weiter gestiegen. Gleichzeitig erleben viele Menschen, dass das Einkommen trotz Erwerbstätigkeit oder Pension immer weniger Spielraum für die alltäglichen Ausgaben lässt, teilt der Verein SozialMarkt Kärnten mit. „Viele Menschen müssen heute jeden Euro zweimal umdrehen. Mit der Anpassung unserer Einkommensgrenzen wollen wir sicherstellen, dass die SoMa Läden auch künftig für jene Menschen erreichbar bleiben, die unsere Unterstützung brauchen“, erklärt SoMa-Obfrau Cornelia Hübner. Wie groß der Unterstützungsbedarf mittlerweile ist, zeigt auch die Entwicklung der SoMa Kundenkarten: Gegenüber dem Jahr 2025 ist die Zahl der ausgegebenen Kundenkarten um 26 Prozent gestiegen. Aktuell haben kärntenweit bereits rund 3.050 Haushalte eine SoMa Kundenkarte. SoMa Kärnten, auch Mitglied des Armutsnetzwerks Kärnten, versorgt kärntenweit in sechs SoMa Läden mittlerweile rund 9.200 Menschen mit günstigen Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs. „Gerettete“ Waren werden zu stark vergünstigten Preisen an Menschen mit überprüft geringem Einkommen weitergegeben. SozialMarkt Kärnten richtet auch einen Appell an Unternehmen und Bevölkerung, Lebensmittel, Hygieneartikel oder Geld zu spenden. Diese Spenden sind in Österreich steuerlich absetzbar.

 

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